- Die Lage zwischen den USA und Iran zeigt eine vorübergehende diplomatische Entspannung, die USA haben die 13 Nächte andauernden Luftangriffe ausgesetzt. Die Risikobereitschaft hat sich deutlich abgekühlt, was sowohl die Zinserhöhungserwartungen der Fed als auch die Nachfrage nach sicheren Anlagen zurückgehen lässt, wodurch der US-Dollar-Index unter systematischen Verkaufsdruck gerät.
- Die internationalen Rohölpreise erlebten eine heftige Bewertungsanpassung, wobei die Brent-Rohöl-Futures im asiatischen Handel um über 6 % auf 89,60 USD pro Barrel fielen, was die Sorgen des Marktes über importierte Inflation und die hawkische Haltung der Fed deutlich lindert.
- Der Euro gegenüber dem US-Dollar (EUR/USD) eröffnete mit einer Aufwärtslücke und kehrte zur Marke von 1,1400 zurück. Doch vor der Zinsentscheidung des Federal Open Market Committee (FOMC) der Fed am Mittwoch bleiben die Händler allgemein vorsichtig, und die Volatilitätsindikatoren über verschiedene Anlageklassen hinweg bleiben hoch.
Rückgang der geopolitischen Prämie treibt Dollar-Korrektur an
Die USA haben die Luftangriffe auf iranische Ziele ausgesetzt, was Teheran dazu veranlasste, die Vergeltung ebenfalls zu pausieren, und ein kurzes Fenster für diplomatische Gespräche eröffnet. Obwohl frühere Waffenstillstandsabkommen mehrfach gebrochen wurden und die Munitionsvorräte der US-Streitkräfte knapp sind, hat der schnelle Rückzug der sicheren Käufe ausgereicht, um Dollar-Long-Positionen zur Gewinnmitnahme zu bewegen. Die Umkehrung der Kapitalströme führte dazu, dass die zuvor eingepreiste extreme Risikoprämie für eine verzögerte Zinssenkung der Fed schnell neu bewertet wurde.
Ölpreis unter 90 USD mildert Inflationswetten
Der Brent-Ölpreis fiel von einem Hoch von 100 USD auf etwa 89,60 USD, was die Markterwartungen für importierte Inflation direkt schwächte. Die Korrektur der Ölpreise verringerte den Druck auf die Versorgungs- und Produktionskosten in Europa und den USA, was zu einer marginalen Lockerung der Marktbewertung einer Fed-Zinserhöhung im September führte. Die Abkühlung der Inflationserwartungen schwächte auch den Zinsvorteil des Dollars als Hochzinswährung, wodurch Kapital von Dollar-Anlagen zu Nicht-Dollar-Währungen und Risikoanlagen floss.
FOMC-Entscheidung steht bevor, interne Differenzen treten auf
TD Securities erwartet, dass das FOMC diese Woche die Zinsen unverändert lässt, aber die internen Differenzen im Ausschuss über die Bewertung von Inflationsrisiken und wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit nehmen zu. Mitglieder wie Harker (Cleveland Fed) und Logan (Dallas Fed) könnten Gegenstimmen abgeben, was die Glaubwürdigkeit der politischen Erklärung schwächen könnte. In Ermangelung eines klaren Ankers für den politischen Kurs bleibt die Marktliquidität vor der Bekanntgabe der Entscheidung in einer abwartenden Haltung.
Wichtige technische Schwellen und Wechselkurs-Schwankungsbereich
Der Euro gegenüber dem US-Dollar (EUR/USD) stabilisiert sich derzeit an der runden Marke von 1,1400, wobei der wichtige Widerstand im Bereich von 1,1430-1,1450 liegt und die starke Unterstützung bei 1,1350-1,1360 zu finden ist. Vor einem klaren Ergebnis der US-Iran-Verhandlungen und der Veröffentlichung der Fed-Erklärung ist es unwahrscheinlich, dass sich eine einseitige Bewegung bildet, und der Wechselkurs wird sich wahrscheinlich kurzfristig im Kernbereich von 1,1350-1,1450 in einer hohen Volatilität konsolidieren.