- Das saisonbereinigte annualisierte BIP-Wachstum der USA im zweiten Quartal 2026 betrug 1,5 %, hauptsächlich aufgrund der Belastung durch die Staatsausgaben; im gleichen Zeitraum stieg das BIP im Jahresvergleich um 2,1 %, wobei die Gesamtnachfrage weiterhin bemerkenswert widerstandsfähig blieb.
- Die saisonbereinigte annualisierte Wachstumsrate der privaten inländischen Endverkäufe stieg im zweiten Quartal deutlich auf 3,9 %, wobei der Beitrag der Konsumausgaben auf 2,12 Prozentpunkte und der Beitrag der Investitionen in nichtwohnwirtschaftliche Anlagegüter auf 1,15 Prozentpunkte anstieg.
- Der Kern-PCE-Preisindex der USA stieg im Juni nur um 0,13 % im Monatsvergleich und verlangsamte sich im Jahresvergleich auf 3,3 %, was unter dem von den Fed-Beamten festgelegten Schwellenwert für die Verlangsamung der Inflation liegt und den Druck auf Zinserhöhungen kurzfristig erheblich mindert.
Makroökonomische Gesamtlage und Inlandsnachfrage
Der saisonbereinigte annualisierte Anstieg des realen BIP der USA im zweiten Quartal 2026 verlangsamte sich in der Erstschätzung auf 1,5 %, was unter den zuvor vom Markt erwarteten 2,1 % liegt. Dennoch erholte sich die saisonbereinigte annualisierte Wachstumsrate der privaten inländischen Endverkäufe, die die tatsächliche Inlandsnachfrage misst, deutlich auf 3,9 %, was die weiterhin solide Grundlage des privaten Sektors in den USA unterstreicht. Dies deutet darauf hin, dass der Markt die Auswirkungen von Änderungen der politischen Erwartungen auf die Bewertung von Sektoren und die Handelsstimmung neu bewertet.
Konsum, Investitionen und fiskalische Belastungen
Die Verlangsamung des BIP-Wachstums im zweiten Quartal ist hauptsächlich auf die Belastung durch staatliche Konsumausgaben und Investitionen zurückzuführen, deren Beitrag zum BIP von 0,74 Prozentpunkten im Vorquartal auf -0,14 Prozentpunkte sank, hauptsächlich aufgrund der buchhalterischen Abzüge nach der Freigabe strategischer Ölreserven nach dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Im Gegensatz dazu trugen die Konsumausgaben 2,12 Prozentpunkte und die Investitionen in nichtwohnwirtschaftliche Anlagegüter 1,15 Prozentpunkte bei, wobei Investitionen in Technologie- und Industrieausrüstung eine umfassende Expansion zeigten.
Kerninflation und Abkühlungssignale
Der am selben Tag veröffentlichte Kern-PCE-Preisindex der USA verlangsamte sich im Jahresvergleich auf 3,3 %, während die monatliche Wachstumsrate deutlich auf 0,13 % zurückging, was weit unter der zuvor von New York Fed-Präsident Williams festgelegten Zinserhöhungsschwelle von 0,2 % liegt. Die Preise im Dienstleistungssektor zeigten eine breite Abkühlung, und sowohl die inflationsbereinigte Rendite von US-Staatsanleihen als auch die langfristigen Inflationserwartungen blieben stabil, was darauf hindeutet, dass die Schwankungen der Energiepreise noch keine zweite Inflationsspirale ausgelöst haben.
Geldpolitik und Zinsausblick
Vor dem Hintergrund, dass der Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen bereits teilweise die Funktion einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen übernommen hat, verschafft die Abkühlung der Kerninflation der Federal Reserve (Fed) mehr Spielraum für politische Beobachtungen. Aufgrund geopolitischer Spannungen in der zweiten Jahreshälfte und des Drucks der Zwischenwahlen hat sich die Hartnäckigkeit der Inflation deutlich verringert, und der Markt erwartet allgemein, dass die Fed in diesem Jahr wahrscheinlich keine weiteren Maßnahmen ergreifen und eine weitere Straffung der Politik verschieben wird.