- Die Daten der britischen Royal Mint für das zweite Quartal zeigen, dass der Umsatz mit digitalen Edelmetallen im Jahresvergleich um 30 % gestiegen ist, wobei die Nachfrage nach digitalem Silber um 162 % gestiegen ist. Dies deutet darauf hin, dass Privatanleger nach einer tiefen Preiskorrektur in den Markt zurückkehren.
- Der Spotpreis für Silber schwankt derzeit um 57,61 US-Dollar und ist von früheren Höchstständen zurückgegangen. Dennoch stieg der Kauf von physischen Silberbarren im Jahresvergleich um 85 %, was die Widerstandsfähigkeit der Nachfrage nach physischen Vermögenswerten widerspiegelt.
- Die Energiekrise und die restriktive Geldpolitik stellen kurzfristige Gegenwinde für Edelmetalle dar, aber der Goldkauf durch Zentralbanken und geopolitische Risiken bieten weiterhin langfristige strukturelle Unterstützung.
Privatanleger nutzen Kursrückgänge zum Kauf von digitalem Silber
Der neueste Bericht der britischen Royal Mint zeigt, dass die Investitionen in digitales Gold im zweiten Quartal um 14 % gestiegen sind, während digitales Silber um 162 % zulegte. Die Kurskorrektur bietet langfristigen Investoren attraktivere Bewertungsniveaus, was eine schnelle Umschichtung von Privatkapital auslöste. Privatanleger wechselten von einer abwartenden Haltung zu Käufen bei Kursrückgängen, was darauf hindeutet, dass sich die Risikobereitschaft des Marktes nach einer tiefen Anpassung phasenweise erholt hat. Die Bequemlichkeit digitaler Kanäle beschleunigte den Zufluss von Fluchtkapital.
Starke Nachfrage nach physischen Absicherungen
Im physischen Markt stieg der Gesamtwert der von Investoren gekauften Silberbarren im Jahresvergleich um 85 %. Als der in Pfund Sterling bewertete Goldpreis unter die Marke von 3000 Pfund pro Unze fiel, stieg das Goldkaufvolumen auf der offiziellen Plattform der Institution im Vergleich zum durchschnittlichen Tagesniveau des Quartals um 29 %, wobei das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen an einem Tag zeitweise auf fünf zu eins anstieg. Die Veränderung der Kapitalströme zeigt, dass Marktteilnehmer die jüngste Kurskorrektur als strategische Kaufgelegenheit und nicht als Verschlechterung der Fundamentaldaten betrachten.
Preisschwankungen und Neubewertung
Derzeit wird Spot-Silber bei etwa 57,61 US-Dollar pro Unze gehandelt, was einem Rückgang von fast 53 % gegenüber dem Jahresanfangshoch entspricht; Spot-Gold schwankt in der Nähe von 4039,20 US-Dollar pro Unze. Obwohl Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau den Preis zuvor unter Druck setzten, erhielten Gold- und Silberanlagen an wichtigen technischen Punkten Unterstützung, was darauf hindeutet, dass der Markt eine gewisse Einigung über die Bewertungskorrektur nach einem Überverkauf erzielt hat. Die Verlangsamung der Preisschwankungen deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck auf dem Rohstoffmarkt vorübergehend nachgelassen hat.
Makroökonomische Gegenwinde und strukturelle Unterstützung
Die anhaltende Energiekrise treibt die Rohölpreise in die Höhe, verstärkt den Inflationsdruck und stärkt die Erwartung, dass die US-Notenbank (Fed) und andere globale Zentralbanken eine restriktive Geldpolitik beibehalten, was kurzfristig die Bewertung von zinslosen Vermögenswerten begrenzt. Sollten jedoch geopolitische Unsicherheiten und globaler fiskalischer Druck anhalten, werden die Goldkaufnachfrage der Zentralbanken und der Wunsch nach einer diversifizierten Anlagestrategie weiterhin eine Unterstützung bieten, die den weiteren Abwärtsspielraum für Edelmetalle begrenzt.