- Der US-Aktienmarkt steht vor einer Superwoche, da die Federal Reserve (Fed) am 28. und 29. Juli ihre Zinssitzung abhalten wird. Der Markt spekuliert heftig über eine unveränderte Zinspolitik oder eine überraschende Erhöhung um 25 Basispunkte. Ein starker Arbeitsmarkt und hartnäckige Inflation führen zu einer Neubewertung des geldpolitischen Kurses.
- Die Berichtssaison der Technologieriesen erreicht ihren Höhepunkt, Microsoft (MSFT:US), Meta (META:US), Apple (AAPL:US) und Amazon (AMZN:US) werden ihre Ergebnisse bekannt geben. Vor dem Hintergrund steigender Vorlaufkosten und unter Druck stehender Cashflows steht im Fokus, ob die KI-Investitionen in tatsächliche Gewinne umgewandelt werden können.
- Makro- und geopolitische Faktoren beeinflussen die Handelsstimmung, die Entspannung im Nahen Osten lässt die Ölpreise von ihren Höchstständen zurückgehen. Gleichzeitig haben südkoreanische Chiphersteller und US-Technologieunternehmen umfangreiche Speicherkooperationen vereinbart, was zusammen mit der Veröffentlichung der US-BIP- und PCE-Daten das Risiko einer übergreifenden Vermögensumverteilung erhöht.
Fed-Entscheidung löst hawkische Spekulationen und Zinserwartungen aus
Die Fed wird bald ihre Zinssitzung im Juli abhalten, und die Federal Funds Futures zeigen eine gespaltene Marktpreisbildung. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Juli ist auf 36,3 % gestiegen, während die Erwartung für eine Erhöhung im September auf etwa 80 % gestiegen ist. Die hartnäckige Inflation und der starke Arbeitsmarkt geben den Entscheidungsträgern hawkisches Selbstvertrauen, wobei einige Beamte vor einer frühzeitigen Zinserhöhung warnen, um das Risiko eines zweiten Inflationsanstiegs zu bekämpfen. Die Unsicherheit der Politik veranlasst Finanzinstitute, ihre Allokationen anzupassen, was die Risikobereitschaft des Marktes belastet und deutliche Merkmale einer bidirektionalen Absicherung zeigt.
Quartalsberichte der vier großen Technologieriesen und Überprüfung der KI-Investitionen
Microsoft (MSFT:US) und Meta (META:US) werden am Mittwoch ihre Ergebnisse veröffentlichen, während Apple (AAPL:US) und Amazon (AMZN:US) am Donnerstag folgen. Nachdem frühere Branchenkollegen aufgrund der Erosion des freien Cashflows durch massive KI-Investitionen eine Neubewertung erfahren haben, verlagert sich der Fokus der Investoren auf die Fähigkeit zur kommerziellen Umsetzung. Sollten die umfangreichen Ausgaben nicht zu einem synchronen Wachstum von freiem Cashflow und Gewinn führen, wird der Technologiebereich einem Neubewertungsdruck ausgesetzt sein, und die Kapitalströme werden vorsichtiger.
Chiphersteller unterzeichnen umfangreiche Kooperationen und Auswirkungen auf die vorgelagerte Lieferkette
Die Halbleiterlieferkette erlebt eine bedeutende Kooperation, da Samsung Electronics und SK Hynix planen, mit US-Technologieriesen eine Speicherchip-Liefervereinbarung im Wert von 950 Milliarden US-Dollar zu treffen, während Nvidia seine Infrastrukturinvestitionen ausweitet. Langfristige Aufträge sichern die Versorgung mit wichtigen Komponenten der vorgelagerten Lieferkette und unterstreichen den starken Bedarf an KI-Rechenkapazitäten. Allerdings treiben steigende Komponentenpreise die Endkosten in die Höhe, was die Gewinnmargen der mittleren Rechenplattformen unter Druck setzt.
Makroökonomische Daten und geopolitische Lage treiben die Marktumstrukturierung an
Die USA werden bald das BIP des zweiten Quartals und den PCE-Preisindex für Juni veröffentlichen, wobei das Wirtschaftswachstum auf 2,1 % geschätzt wird. Die Inflationsindikatoren könnten durch den Rückgang der Ölpreise kurzfristig nachlassen. Gleichzeitig führt die Entspannung im Nahen Osten zu einem Rückgang der internationalen Ölpreise, was den Kostendruck auf Rohstoffe wirksam lindert. Mehrere makroökonomische Faktoren beschleunigen die übergreifende Vermögensumverteilung, was zu einer Ausweitung der Anleiherenditen und Wechselkursschwankungen führt, während der Markt das Risikoaufschlag neu bewertet.