Der frühere Google-Chef Eric Schmidt hält rund ein Prozent am KI-Unternehmen Anthropic. Da das Unternehmen einen möglichen Börsengang vorbereitet, könnte Schmidt zu den größten Einzelbegünstigten zählen. Wie viel sein Anteil wert wäre, hängt jedoch von der Bewertung beim IPO, der Struktur des Angebots und möglichen Verkäufen seiner Aktien ab.
Schmidt investierte mehrere zehn Millionen Dollar
Schmidt beteiligte sich mit mehreren zehn Millionen Dollar an Anthropics Series-A-Finanzierungsrunde. Da die Investition über private Transaktionen erfolgte, sind weder die genaue Zahl seiner Aktien noch sein Einstandspreis oder die gehaltene Aktiengattung bekannt.
Unklar ist auch, ob Schmidt seit seinem Einstieg einen Teil seiner Beteiligung veräußert hat. Sollte sein Anteil weiterhin bei etwa einem Prozent liegen, würde sich eine veränderte Bewertung nach einem Börsengang unmittelbar auf den rechnerischen Wert seiner Aktien auswirken. Realisierte Gewinne entstünden daraus aber erst, wenn Anthropic an die Börse geht, eine etwaige Haltefrist für Altaktionäre abläuft oder Schmidt Aktien verkauft.
Möglicher Börsengang rückt die Bewertung in den Fokus
Anthropic arbeitet auf einen möglichen Börsengang hin. Ein IPO würde erstmals eine weithin sichtbare Bewertung des KI-Unternehmens am öffentlichen Markt ermöglichen. Zugleich müssten frühe Investoren, Beschäftigte und neue Aktionäre ihre Beteiligungen unter transparenteren Preisbedingungen bewerten lassen.
Schmidts Rendite hängt eng davon ab, wie erfolgreich Anthropic sein KI-Geschäft kommerzialisiert. Die Bewertung beim Börsengang, das Volumen des Angebots, die Nachfrage von Investoren und die künftige Umsatzentwicklung könnten den Marktwert seiner Beteiligung beeinflussen. Bekannt ist bislang lediglich, dass Schmidt rund ein Prozent an Anthropic hält. Daraus lässt sich nicht ableiten, wie viel Geld ihm letztlich zufließen könnte.
Schmidt war Vorstandschef von Google und ist weiterhin als Technologieinvestor aktiv. Anthropic wurde von Dario Amodei und weiteren Mitgründern ins Leben gerufen. Je konkreter die Börsenpläne werden, dürften statt der frühen Bewertungen aus privaten Finanzierungsrunden vor allem der Ausgabepreis, die Eigentümerstruktur und mögliche Verkaufsbeschränkungen für bestehende Anteilseigner in den Mittelpunkt rücken. Bei Schmidts Beteiligung bleiben vor allem zwei Fragen offen: ob er noch den gesamten ursprünglichen Anteil hält und mit welcher Bewertung Anthropic tatsächlich an die Börse geht.