Wenn zur Football-Saison Freunde zusammenkommen, sind Snacks gefragt, die sich unkompliziert teilen lassen. Erin McDowell hat fünf Rezepte im Slow Cooker getestet: italienische Fleischbällchen, Buffalo Wings, Queso-Dip, Mac and Cheese mit drei Käsesorten und Buffalo-Chicken-Dip. Alle Gerichte kamen gut an. Am deutlichsten stachen die Wings hervor: Durch das langsame Garen blieb das Fleisch zart, der abschließende Grillgang machte die Haut knusprig.
Italienische Fleischbällchen nach vier Stunden prüfen
Das Rezept stammt von Chef Savvy. Rinder- und Schweinehack werden mit den Händen mit Ei, Semmelbröseln und weiteren Zutaten vermengt, anschließend kommen gehackte Zwiebel und Petersilie hinzu. Die Menge reicht für etwa 24 Fleischbällchen – genau so viele ergab auch der Test.
Zunächst werden die Bällchen auf einem leicht gefetteten Backblech pro Seite etwa vier Minuten unter dem Grill gebräunt. Danach kommen sie in einer Lage in den Slow Cooker. Dazu gibt es gehackte Tomaten, Tomatenmark, Lorbeerblätter, Chiliflocken und italienische Kräuter. Gegart wird vier Stunden auf niedriger Stufe.
Nach dieser Zeit schienen die Fleischbällchen noch nicht vollständig durch zu sein. Deshalb wurde der Slow Cooker weitere 30 Minuten auf die höchste Stufe geschaltet. Da Garzeiten je nach Gerät und Größe der Fleischbällchen variieren, sollte vor dem Servieren geprüft werden, ob sie durchgegart sind. Das Ergebnis war saftig und gleichmäßig gewürzt; die Tomatensoße hatte durch die längere Garzeit ein kräftiges Aroma. Die Bällchen eignen sich als Snack oder mit Pasta und der übrigen Soße als Hauptgericht.
Buffalo Wings: knusprig nach dem Grillgang
Die Wings orientieren sich an einem Rezept von Spend With Pennies. Buffalo-Soße wird mit gehacktem Knoblauch, gelber Zwiebel und braunem Zucker vermischt und über die Hähnchenflügel im Slow Cooker gegossen. Im Test waren die Flügel noch nicht in Drumettes und Flats geteilt, was die Vorbereitung etwas verlängerte.
Die Wings garen drei Stunden auf niedriger Stufe. Sobald sie durchgegart sind, kommen sie auf ein mit Folie belegtes Backblech und werden mit der übrigen Soße aus dem Gerät bestrichen. Unter dem Grill erhalten sie anschließend etwa drei Minuten pro Seite, bis die Haut knusprig und leicht gebräunt ist. Dazu wurde Blauschimmelkäse-Dressing serviert; Ranch-Dressing oder eine andere Dipsoße passt ebenfalls.
Der Slow Cooker hielt das Fleisch zart, während der Grill für die knusprige Oberfläche sorgte. Die Schärfe blieb moderat, war aber deutlich wahrnehmbar. Die Kombination löste damit weitgehend das Problem, dass langsam gegarte Wings oft nicht knusprig werden. Im Test waren sie der beliebteste der fünf Snacks.
Martha Stewarts Queso kommt mit wenigen Zutaten aus
Für Martha Stewarts Queso-Dip braucht es nur eine überschaubare Zutatenliste. American Cheese und Pepper Jack kommen mit etwas Speisestärke, Kondensmilch und einer Dose gewürfelter Tomaten mit grünen Chilis in den Slow Cooker. Die Mischung wird glatt gerührt und mit Salz abgeschmeckt.
Der Dip gart zwei Stunden auf niedriger Stufe, bis er leicht blubbert und etwas eindickt. Vor dem Servieren kommen Jalapeños, rote Zwiebel und Koriander dazu. Die beiden Käsesorten ergänzen sich, während Tomaten und grüne Chilis zusätzliche Würze bringen. Der fertige Dip war weder zu fest noch zu dünn. Dank der unkomplizierten Zubereitung eignet er sich auch für größere Runden.
Mac and Cheese mit drei Käsesorten in rund 90 Minuten
Martha Stewarts Mac and Cheese aus dem Slow Cooker kombiniert drei Tassen kräftigen weißen Cheddar, eine Tasse Gruyère in der Soße und Parmigiano-Reggiano im Brösel-Topping. Für die Zubereitung wird zunächst eine Zwiebel in einem Esslöffel Butter weich gedünstet. Anschließend kommt sie mit den Käsesorten, zwei Dosen Kondensmilch, zwei Tassen normaler Milch, einem Teelöffel Dijon-Senf, Salz, Pfeffer und ungekochten Makkaroni in den Slow Cooker.
Für das Topping werden zwei Scheiben Brot zu Bröseln verarbeitet und in der Pfanne goldbraun geröstet. Die Makkaroni garen etwa anderthalb Stunden auf hoher Stufe. Die drei Käsesorten sorgen für unterschiedliche Geschmacksnoten. Besonders deutlich war das rauchige Aroma des Gruyère; die Zwiebel gab dem Gericht zusätzliche Würze.
Buffalo-Chicken-Dip gart drei Stunden auf niedriger Stufe
Das letzte Rezept stammt von Taste of Home. Die Basis bilden zerbröselter Blauschimmelkäse, Frischkäse, saure Sahne und Ranch-Dressing. Die Mischung wird auf dem Boden des Slow Cookers verteilt und mit gezupftem Hähnchenfleisch bedeckt. Dafür eignet sich Grillhähnchen; im Test wurden Hähnchenbrustfilets gegart und anschließend mit einer Gabel zerteilt.
Über das Hähnchen kommt Buffalo-Soße, darauf eine Lage gehackter American Cheese. Der Dip gart drei Stunden auf niedriger Stufe, bis er vollständig erhitzt ist und leicht blubbert. Danach wird das Gerät auf Warmhalten gestellt, eine weitere Schicht American Cheese hinzugefügt und der Deckel geschlossen, bis der Käse geschmolzen ist. Gehackte Frühlingszwiebeln bilden den Abschluss.
Der Dip war cremig und verband die Schärfe der Soße ausgewogen mit Hähnchen und Käse. Dazu passten Tortilla-Chips. Insgesamt deckten die fünf Rezepte eine breite Auswahl ab – von Fleischsnacks über Käsedips bis zu Mac and Cheese. Besonders die Wings überzeugten, weil langsames Garen und anschließendes Grillen zartes Fleisch mit einer knusprigen Oberfläche verbanden.