Ripple arbeitet mit Privy, einem zu Stripe gehörenden Anbieter von Wallet-Infrastruktur, an der Integration von Privys Wallet-Technologie in den XRP Ledger (XRPL). Im Mittelpunkt stehen Wallet-Funktionen und Entwicklerwerkzeuge, mit denen Anwendungen ihren Nutzern leichter On-Chain-Wallets anbieten können. Einen Starttermin und konkrete Produktdetails haben die Unternehmen bislang nicht genannt.
Privy liefert Wallet-Infrastruktur für XRPL-Anwendungen
Privy bietet eingebettete Wallets und damit verbundene Infrastruktur an, die Entwickler direkt in ihre Anwendungen integrieren können. Beim herkömmlichen Onboarding müssen Nutzer häufig zunächst eine separate Krypto-Wallet einrichten und mehrere ungewohnte Schritte selbst verwalten. Eingebettete Wallets können Teile dieses Prozesses innerhalb der jeweiligen Anwendung abbilden.
Durch die geplante Einbindung in den XRPL könnten Entwickler im Netzwerk auf Privys Werkzeuge für den Aufbau von Wallets und nutzerorientierten Anwendungen zugreifen. In Blockchain-Ökosystemen dienen Wallets als Zugang zu digitalen Vermögenswerten, zur Signierung von Transaktionen und zur Verbindung mit On-Chain-Diensten. Wie diese Funktionen eingebunden sind und wie viel Aufwand ihre Nutzung erfordert, kann beeinflussen, ob neue Nutzer den Einrichtungsprozess abschließen.
Kooperation zwischen Ripple und Stripe-Tochter Privy
Kern der Zusammenarbeit ist die geplante Einführung von Privys Wallet-Technologie im XRPL-Ökosystem. Stripe übernahm Privy im Jahr 2025. Seitdem ist Privy ein Unternehmen von Stripe und bietet weiterhin Wallet-Infrastruktur für Entwickler an. Ripple führt die Arbeiten zur Anbindung der Technologie an den XRP Ledger an.
Zu den bislang veröffentlichten Informationen gehören weder die wirtschaftlichen Bedingungen der Vereinbarung noch ein Termin für die Bereitstellung. Offen ist außerdem, welche XRPL-Anwendungen oder -Dienste die Privy-Technologie zuerst einsetzen könnten. In welchem Umfang die Produkte tatsächlich eingeführt werden und wie viele Entwickler sie nutzen, muss sich durch weitere Ankündigungen zeigen.
Wallet-Design prägt die Nutzung
Eine integrierte Wallet-Infrastruktur könnte den Aufwand für Entwickler verringern, die Wallet-Funktionen bislang selbst von Grund auf aufbauen müssten. Für Nutzer könnten XRPL-basierte Dienste dadurch leichter zugänglich werden. Die konkrete Nutzererfahrung hängt jedoch weiterhin davon ab, wie die Anwendungen Wallet-Erstellung, Schlüsselverwaltung und Transaktionsfreigaben umsetzen. Welche Funktionen den Nutzern letztlich zur Verfügung stehen, ist derzeit nicht bekannt.
Für das XRPL-Ökosystem wird der Wert der Kooperation letztlich davon abhängen, ob Entwickler die Werkzeuge übernehmen und ob dadurch nutzbarere On-Chain-Anwendungen entstehen. Bislang haben die Unternehmen eine Technologiepartnerschaft angekündigt, aber keine Nutzerzahlen, Angaben zur Zahl der Anwendungen oder Daten zur On-Chain-Aktivität veröffentlicht. Eine belastbare Messung der Auswirkungen ist daher noch nicht möglich.