Boeing-Aktien (NYSE: BA) entwickelten sich weiter schwächer als der Gesamtmarkt und schlossen am Dienstag nahe ihrem Tagestief. Für Optionen auf einen anhaltenden Rückgang kommt ein Bear-Put-Spread infrage. Ob die Strategie aufgeht, hängt davon ab, wie stark und wie schnell die Aktie bis zum Verfall nachgibt.
Boeing bleibt unter Druck
Zum Stand vom 14. Oktober 2026 hinkte Boeing dem breiten Markt weiterhin hinterher. Die Aktie beendete den Dienstag nahe dem Tagestief; eine nennenswerte Erholung blieb aus. Diese Kursentwicklung kann Optionshändler dazu veranlassen, ihre Absicherung gegen Verluste oder ihre Positionierung auf fallende Kurse zu überprüfen.
Ein möglicher Ansatz ist ein Bear-Put-Spread. Bei dieser Strategie zahlen Händler zunächst eine Optionsprämie: Sie kaufen einen Put mit höherem Basispreis und verkaufen einen Put mit niedrigerem Basispreis, jeweils mit demselben Verfalltermin. Der verkaufte Put senkt die Kosten gegenüber dem Kauf eines einzelnen Puts, begrenzt zugleich aber den möglichen Gewinn.
Basispreise von 180 und 175 Dollar
Der betrachtete Spread besteht aus einem gekauften Put mit einem Basispreis von 180 Dollar und einem verkauften Put mit einem Basispreis von 175 Dollar. Beide Optionen laufen am 18. Dezember 2026 aus. Da ein Optionskontrakt 100 Aktien umfasst, kostet die Eröffnung der Position rund 190 Dollar.
Der maximale mögliche Gewinn liegt bei etwa 310 Dollar, wenn die Boeing-Aktie am Verfallstag bei 175 Dollar oder darunter notiert. Dafür müsste sie bis zum 18. Dezember rund 5 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau verlieren. Entscheidend sind somit nicht nur die Richtung der Kursbewegung, sondern auch deren Ausmaß und Zeitpunkt.
Gewinnschwelle bei 178,10 Dollar
Die Gewinnschwelle des Spreads liegt bei 178,10 Dollar. Sie ergibt sich, indem die Prämie von 1,90 Dollar je Aktie vom höheren Basispreis von 180 Dollar abgezogen wird. Gibt die Aktie bereits vor dem Verfall nach, kann der Spread im Wert steigen und einen Gewinn ausweisen, auch wenn Boeing noch über der Gewinnschwelle für den Verfall notiert. Dabei spielen auch die verbleibende Laufzeit, die implizite Volatilität und die Geld-Brief-Spanne eine Rolle.
Notiert Boeing am Verfallstag über 180 Dollar, haben beide Puts keinen inneren Wert. Der Spread verfällt dann wertlos; der Verlust entspricht der gezahlten Anfangsprämie. Nähert sich die Aktie 175 Dollar oder fällt darunter, steigt der Spread in Richtung seines begrenzten Maximalgewinns. Das tatsächliche Ergebnis hängt vom Einstiegskurs, dem Boeing-Kurs am Verfallstag und den dann geltenden Optionsnotierungen ab.