Die Aktie von Veeva Systems (NYSE: VEEV) stieg über die charttechnische Marke von 296,24 US-Dollar und rückte damit erneut ins Blickfeld von Anlegern, die den Softwaremarkt für das Gesundheitswesen beobachten. Am Dienstag gewann das Papier 2 Prozent und schloss bei 301,63 US-Dollar – dem höchsten Schlusskurs seit dem 8. Oktober 2005. Später gab die Aktie nach, notierte aber weiterhin weniger als 5 Prozent über der Marke.
Veeva gehört zur IBD-50-Liste der Wachstumsaktien und weist einen Composite Rating von 99 auf. Dieser Wert spiegelt starke relative Kennzahlen bei Gewinnentwicklung, Kursverlauf und weiteren charttechnischen Faktoren wider. Er sagt jedoch nichts über die künftige Geschäftsentwicklung aus, die unter anderem von Umsatzwachstum, Kundennachfrage und den allgemeinen Marktbedingungen abhängt.
Veeva und IQVIA bauen Zusammenarbeit aus
Der Kursanstieg am Dienstag folgte auf die Ankündigung, dass Veeva und IQVIA (NYSE: IQV) ihre Zusammenarbeit im Bereich klinischer Studien ausweiten wollen. Geplant ist eine engere Kooperation bei Anwendungen für den klinischen Betrieb. Veeva entwickelt Software für die Life-Sciences-Branche; IQVIA ist in den Bereichen klinische Forschung, Daten und Gesundheitsanalysen tätig. Die Vereinbarung betrifft damit ein konkretes Anwendungsfeld für Software im Gesundheitswesen.
Zuvor hatten sich die Unternehmen über einen längeren Zeitraum in einem Streit um geistiges Eigentum auseinandergesetzt. Im vergangenen Jahr einigten sie sich darauf, den jahrelangen Rechtskonflikt beizulegen. Seitdem steht stärker im Vordergrund, wie die Software für klinische Abläufe eingesetzt wird und welchen kommerziellen Umfang die Partnerschaft erreichen kann.
Gute Quartalszahlen und höhere Prognose stützten die Aktie
Der charttechnische Ausgangspunkt bei 296,24 US-Dollar bildete sich am 27. August heraus. Danach legte die Veeva-Aktie um 15,2 Prozent zu. Auslöser waren die Ergebnisse des zweiten Quartals, die deutlich über den Markterwartungen lagen, sowie eine Anhebung der Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Wie groß die Abweichung von den Erwartungen ausfiel und auf welchen konkreten Wert Veeva die Umsatzprognose anhob, wurde nicht beziffert. Der verbesserte Ausblick lieferte jedoch einen fundamentalen Hintergrund für die anschließende Konsolidierung und den weiteren Kursanstieg.
Im Anschluss bildete die Aktie eine flache Basis, bevor sie am Dienstag den Widerstand nach oben durchbrach. Bei diesem Chartmuster bewegt sich der Kurs zunächst über einen längeren Zeitraum in einer vergleichsweise engen Spanne. Am Mittwoch gab die Aktie zwar nach, blieb aber über der Marke von 296,24 US-Dollar. Der Ausbruch besteht damit vorerst weiter. Ob die Nachfrage anhält, lässt sich auch an der weiteren Kurs- und Umsatzentwicklung ablesen.
Geschäft mit klinischer Software bleibt entscheidend
Veeva gilt als wichtiger Anbieter von Software für das Gesundheitswesen und KI-Anwendungen. Wenn Life-Sciences-Unternehmen klinische Studien stärker digitalisieren, kann die Nachfrage nach Lösungen für klinische Abläufe, Datenmanagement und Arbeitsprozesse zunehmen. Für den wirtschaftlichen Wert der ausgeweiteten IQVIA-Partnerschaft werden jedoch konkrete Aufträge, eine stärkere Nutzung durch Kunden und ein Beitrag zum Umsatz aussagekräftiger sein als ein einzelner Kursausbruch.
Am 14. Oktober notierte die Veeva-Aktie weiterhin nahe der charttechnischen Kaufmarke. Anleger achten nun auf die kommenden Quartalsergebnisse, mögliche weitere Änderungen der Jahresumsatzprognose und messbare Geschäftseffekte aus der erweiterten Partnerschaft. Zu den bislang genannten Kennzahlen zählen der Schlusskurs von 301,63 US-Dollar, die Marke von 296,24 US-Dollar und der vorherige Kursanstieg von 15,2 Prozent. Zudem übertraf Veeva im zweiten Quartal die Erwartungen und hob den Umsatz-Ausblick für das Gesamtjahr an.