- Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass die auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1977 erhobenen Zölle illegal sind. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) hat in den ersten 20 Tagen des Mai bereits Rückerstattungen in Höhe von etwa 170 Milliarden US-Dollar ausgezahlt, was weit über den 3 Milliarden US-Dollar des gesamten Monats April liegt.
- Das potenzielle Gesamtvolumen der Rückerstattungen, einschließlich gesetzlicher Zinsen, könnte bis zu 1.660 Milliarden US-Dollar erreichen, was die CBP zu einer der größten Ausgabestellen des Bundes im Monat Mai macht. Das Zolldepartement steht vor dem Risiko eines Netto-Defizits im Mai.
- Die historische Weitergabe von Zöllen hat zu umfangreichen Klagen im Einzelhandels- und Logistiksektor geführt. Giganten wie Amazon (AMZN:US) und FedEx (FDX:US) stehen aufgrund von Rückerstattungen in Milliardenhöhe vor dem Risiko von Sammelklagen.
Historische Rückerstattungswelle belastet monatliche Haushaltsbilanz
Laut den neuesten Gerichtsunterlagen, die von der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde veröffentlicht wurden, hat die Behörde in den ersten 20 Tagen des Mai bereits Zollerstattungen in Höhe von etwa 170 Milliarden US-Dollar ausgeführt. Sollte die derzeitige Geschwindigkeit der Online-Abwicklung auch in der zweiten Maihälfte anhalten, wird die Gesamtsumme der Zollerstattungen in diesem Monat die Zolleinnahmen von 22,12 Milliarden US-Dollar im April direkt übersteigen. Diese finanzielle Anomalie resultiert aus der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die historische Zollrechtmäßigkeit zu verneinen, was das Weiße Haus zwang, am 20. April das CAPE-Online-Rückerstattungssystem offiziell zu starten. Präsident Donald Trump äußerte zwar öffentlich starke Unzufriedenheit mit dem Urteil, räumte jedoch ein, dass die Regierung verpflichtet ist, etwa 1.490 Milliarden US-Dollar an ursprünglichem Kapital zurückzuzahlen. Die neuesten Zeugenaussagen von Zollbeamten vor Gericht zeigen, dass die Gesamtsumme der qualifizierten Rückerstattungen, einschließlich aufgelaufener Zinsen, auf 1.660 Milliarden US-Dollar ansteigen wird. Diese große Auszahlung hat die monatlichen Ausgaben des Zolldepartements fast auf das Niveau des Medicare-Rezeptarzneimittelprogramms gebracht.
Verbesserung des Cashflows auf Unternehmensebene begleitet von sekundären Compliance-Risiken
Mit der reibungslosen Abwicklung des CAPE-Bewertungssystems wird der mikroökonomische Cashflow der Importlieferkette schrittweise freigesetzt. Der Spielzeughersteller Basic Fun erwartet, innerhalb von 90 Tagen den vollen Betrag zurückzuerhalten, während große Einzelhändler wie Walmart bereits begonnen haben, diese unerwarteten Mittel in ihre Budgetplanung aufzunehmen und angekündigt haben, sie vorrangig für Preissenkungen bei Endprodukten zu verwenden. Doch der interne Kampf um die Rückerstattungsgewinne löst eine Kette von rechtlichen Auseinandersetzungen aus. Da die historischen Zollkosten oft an die Endverbraucher weitergegeben wurden, gibt es derzeit mindestens 17 Klagen gegen Logistik- und Einzelhandelsriesen wie FedEx, Costco und UPS. Auch der E-Commerce-Riese Amazon sieht sich einer Sammelklage ausgesetzt, in der ihm vorgeworfen wird, illegal Steuerrückerstattungen in Milliardenhöhe, die den Kunden zustehen, einbehalten zu haben. Sollte das Gericht entscheiden, dass Unternehmen die Rückerstattungen an die historischen Verbraucher weiterleiten müssen, werden die betroffenen Sektoren mit hohen buchhalterischen Abschreibungen und rechtlichen Compliance-Kosten konfrontiert sein.
Überschreitung der hundertjährigen Schuldenquote belastet langfristige US-Staatsanleihen
Aus einer breiteren fiskalischen Makroperspektive übt diese enorme Rückerstattung zusätzlichen Druck auf die ohnehin schon hoch verschuldete US-Finanzlage aus. Laut dem Finanzministerium hat das kumulierte Defizit der USA im Haushaltsjahr 2026 bereits 954 Milliarden US-Dollar erreicht, und die Gesamtverschuldung des Bundes in öffentlicher Hand hat 31,27 Billionen US-Dollar überschritten. Dies hat das Verhältnis von Schulden zu Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Friedenszeiten auf 100,2 % ansteigen lassen, ein historischer Höchststand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In einem Forschungsbericht von Shenwan Hongyuan Securities wird darauf hingewiesen, dass diese Zollrückerstattung das Defizitverhältnis der USA im laufenden Haushaltsjahr um 0,5 bis 0,6 Prozentpunkte erhöhen wird. Sollte in Zukunft die geopolitische Lage, wie etwa die Spannungen zwischen den USA und dem Iran, zu einer unerwarteten Ausweitung der Verteidigungsausgaben führen, wird das bestehende Haushaltsgleichgewicht schwer aufrechtzuerhalten sein. Diese Ausweitung des fiskalischen Defizits könnte das Finanzministerium zwingen, im dritten Quartal das Volumen der Staatsanleihenemissionen zu erhöhen, was einen marginalen Aufwärtsdruck auf die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen ausüben könnte.