- Die Mercedes-Benz Group (ETR:MBGn) hat ihre Prognose für den Absatz von Pkw und den Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2026 gesenkt, da der verschärfte Wettbewerb und die schwache Nachfrage in China belasten. Der Absatz wird voraussichtlich leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen.
- Dank der Elektrifizierung im zweiten Halbjahr 2026 hat das Unternehmen die Prognose für den Anteil der elektrifizierten Modelle am Absatz auf 23% bis 25% angehoben. Die Prognose für die Eigenkapitalrendite des Finanzdienstleistungsbereichs wurde ebenfalls auf 12% bis 14% erhöht.
- Der Nettogewinn des Unternehmens sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 2,52 Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund einer Wertminderung von 752 Millionen Euro auf Investitionen nach der Equity-Methode in China und Wechselkursbelastungen. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts sank im Vergleich zum Vorjahr um 30%.
Abwärtskorrektur der Absatzprognose und Druck auf den chinesischen Markt
Die Mercedes-Benz Group (ETR:MBGn) hat ihre Prognose für den Absatz von Pkw und den Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2026 auf leicht unter dem Niveau des Vorjahres gesenkt. Der Gesamtabsatz der Pkw-Sparte sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 837.195 Fahrzeuge, wobei der Absatz auf dem chinesischen Markt um 28% auf 210.245 Fahrzeuge stark zurückging. Diese Veränderung spiegelt die verstärkte Endkunden-Preiskonkurrenz, die schwache Verbrauchernachfrage und die Übergangsphase bei den Hauptmodellen wider, was zu einer strafferen Allokation von Mitteln im Luxussegment führte.
Wertminderungen und divergierende Ertragsstrukturen
Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen ein EBIT von 3,45 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT sank im Vergleich zum Vorjahr um 10% auf 4,07 Milliarden Euro. Der Rückgang der Ergebnisse ist hauptsächlich auf eine Wertminderung von 752 Millionen Euro auf Investitionen nach der Equity-Methode in China im zweiten Quartal zurückzuführen, die zu einem Verlust führte. Trotz eines Anstiegs des Nettogewinns im zweiten Quartal um 13% auf 1,09 Milliarden Euro erhöhte die nicht abzugsfähige Wertminderung die effektive Steuerquote auf 30,9%, was die Qualität der Gesamterträge weiterhin herausfordert.
Beschleunigte Elektrifizierung und Widerstandsfähigkeit des Finanzgeschäfts
Das Management hat die Prognose für den Anteil der elektrifizierten Modelle am Absatz im Jahr 2026 von zuvor 21%-23% auf 23%-25% angehoben und erwartet eine starke Leistung der neuen Energiefahrzeuge im zweiten Halbjahr. Gleichzeitig hat die Mercedes-Benz Financial Services die Prognose für die Eigenkapitalrendite auf 12%-14% angehoben, was zeigt, dass die Aufrechterhaltung der Zinsmargen und die Verbesserung der Portfoliorenditen dem Konzern eine wichtige Ertragsstütze bieten, um die zyklischen Schwankungen des Automobilgeschäfts auszugleichen.
Starker Cashflow und Kapitalrenditeverpflichtung
Der freie Cashflow des Industriegeschäfts sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 30% auf 2,96 Milliarden Euro, die Nettoliquidität sank auf 30,4 Milliarden Euro. Der Rückgang des Cashflows resultierte hauptsächlich aus der Ausschüttung einer jährlichen Dividende von 3,50 Euro pro Aktie und der Umsetzung des geplanten Aktienrückkaufprogramms. Obwohl das Betriebskapital durch den Rückgang der Verkäufe unter Druck geriet, bleibt die Gesamtliquidität stabil, was zeigt, dass das Unternehmen trotz zunehmender makroökonomischer Unsicherheiten weiterhin bestrebt ist, den Aktionären langfristige Kapitalrenditen zu bieten.