- Die neuesten Daten des mexikanischen Nationalen Instituts für Statistik und Geographie zeigen, dass die Verbraucherpreis-Inflationsrate des Landes im Juni im Jahresvergleich auf 3,37 % gesunken ist, deutlich unter den Markterwartungen von 3,50 % und auf dem niedrigsten Stand seit 2020.
- Der Kernpreisindex verlangsamte sich im Jahresvergleich auf 4,03 % und lag ebenfalls unter den Medianerwartungen, was auf eine Abschwächung des zugrunde liegenden Inflationsdrucks hinweist und der mexikanischen Zentralbank mehr Spielraum für die Bewertung der Politik bietet.
- Trotz des allgemeinen Rückgangs der Inflationsdaten hielt die mexikanische Zentralbank den Leitzins zuvor unverändert bei 6,50 %, und der Markt beobachtet genau das erwartete Zeitfenster für eine mögliche Zinssenkung in der zukünftigen Geldpolitik.
Verbraucherpreisindex fällt unerwartet in den Zielbereich
Der Verbraucherpreisindex in Mexiko sank im Juni um 0,27 % im Monatsvergleich, was das jährliche Wachstum auf 3,37 % drückte und erfolgreich in den Zielbereich von 3 % plus/minus einem Prozentpunkt der mexikanischen Zentralbank zurückkehrte. Dieser unerwartet niedrige Kerninflationsindikator stärkte direkt die Risikobereitschaft internationaler Kapitalanleger gegenüber mexikanischen Vermögenswerten, was die Kapitalzuflüsse erhöhte. Marktanalysen weisen darauf hin, dass die verzögerten Effekte der vorherigen restriktiven Geldpolitik allmählich sichtbar werden, da die allgemeine Verlangsamung der Preise für Waren und Dienstleistungen das Vertrauen in die Neubewertung von Vermögenswerten stärkt.
Anhaltende Abkühlung der Kerninflation schafft politischen Spielraum
Ohne die volatilen Preise für Lebensmittel und Treibstoffe betrug die Kerninflationsrate im Juni im Jahresvergleich 4,03 %, unter den Markterwartungen von 4,10 %. Dabei stiegen die Preise für Kernwaren um 0,18 % und die Preise für Dienstleistungen um 0,30 % im Monatsvergleich, was die allmähliche Abkühlung der Binnennachfrage widerspiegelt. Die stetige Verlangsamung der Kerninflation bietet den Entscheidungsträgern der Zentralbank mehr Flexibilität, was die zuvor durch die Inflationspersistenz ausgelösten Sorgen über restriktive Maßnahmen erheblich lindert. Die Renditen inländischer Anleihen stehen unter Druck, da sich die politischen Erwartungen ändern.
Zentralbank behält restriktiven Zinssatz bei und zeigt Vorsicht
Trotz der allgemeinen Entlastung des Preisdrucks entschied sich die mexikanische Zentralbank auf der Sitzung im Juni, den Leitzins unverändert auf dem hohen Niveau von 6,50 % zu belassen. Die Zentralbank betonte, dass aufgrund der ungleichmäßigen Verlangsamung der Inflation in den verschiedenen Sektoren die Beibehaltung der aktuellen restriktiven Kreditkosten die geeignete Wahl zur Aufrechterhaltung der makroökonomischen Stabilität darstellt. Dies zeigt, dass die Entscheidungsträger bei der Verhinderung eines Inflationsrückschlags äußerst vorsichtig sind, den Kapitalfluss in hochverzinsliche festverzinsliche Instrumente lenken und spekulative Schwankungen auf dem Devisenmarkt eindämmen.
Rückgang des Erzeugerpreisindex deutet auf nachlassenden externen Druck hin
Der nationale Erzeugerpreisindex sank im Juni um 0,87 % im Monatsvergleich und stieg im Jahresvergleich nur um 2,10 %, wobei der Index für Zwischenprodukte und Dienstleistungen um 1,38 % im Monatsvergleich deutlich sank. Der schnelle Rückgang der Kosten in der vorgelagerten Lieferkette deutet darauf hin, dass der externe Inflationsdruck auf der Verbraucherseite in den kommenden Monaten weiter nachlassen wird. Diese Schwäche der Preise in den vorgelagerten Sektoren verbessert direkt die Gewinnerwartungen von Industrie- und Fertigungsunternehmen und zieht langfristige Wertinvestitionen zurück in den Aktienmarkt, wodurch das zuvor durch hohe Kosten belastete Bewertungsgefüge der Branche verändert wird.