Entwicklung des Small-Cap-Marktes und Fondsperformance im 2. Quartal 2026
Der internationale Small-Cap-Aktienmarkt zeigte im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Erholung. Der National International Small-Cap Fund (Institutional Service Klasse) erzielte eine Rendite von 9,20 % und lag damit leicht über den 9,02 % des MSCI EAFE Small-Cap Index im gleichen Zeitraum. Diese positive Entwicklung spiegelte eine verbesserte Risikobereitschaft der Anleger, solide Unternehmensgewinne und gesteigerte Infrastrukturinvestitionen im Bereich künstliche Intelligenz wider. Besonders in den Monaten April und Mai verzeichnete der Fonds kräftige Zuwächse, während sich das Tempo im Juni verlangsamte. Dabei spielten der Rückgang der Energiepreise und die Entspannung geopolitischer Spannungen zwischen China, den USA und Iran eine Rolle, die Sorgen über hohe Bewertungen und Inflationsdruck minderten. Führend bei den Kursgewinnen war der Technologiesektor, gefolgt von Industriewerten und Bereichen rund um Künstliche Intelligenz.
Die geldpolitischen Richtungen der Zentralbanken divergierten im Quartal deutlich: Während die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan im Juni die Zinsen anhoben, setzte die Reserve Bank of Australia nach der Anhebung im Mai die Straffung aus, und die Bank of England hielt die Zinsen stabil. Die wirtschaftliche Dynamik variierte regional: China verzeichnete eine verhaltene Aktivität, einzelne europäische und britische Regionen zeigten sich mit verlangsamtem Wachstum, und asiatische Technologiewerte blieben volatil. Die Kapitalmärkte zeigten erste Anzeichen einer Belebung mit moderatem Anstieg der Risikobereitschaft trotz anhaltender Unsicherheiten im wirtschaftlichen und politischen Umfeld.
Innerhalb der 11 Sektoren des MSCI EAFE Small-Cap Index erzielten acht positive Renditen, angeführt von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Materialwirtschaft, während Energie- und Basiskonsumgüter zurückblieben.
Wesentliche Gewinner und Verlierer im Fondsportfolio
Die Outperformance des Fonds basierte vor allem auf gezielten Aktienauswahlen in den Bereichen Informationstechnologie, Industrie und Finanzwesen, die relative Schwächen in den Sektoren Materialwirtschaft, Versorger und zyklischer Konsum ausglichen.
Zu den stärksten Performern gehörten das japanische Unternehmen Ibiden, das taiwanesische Unternehmen Unimicron Technology aus Hsinchu sowie Chroma ATE ebenfalls aus Taiwan. Ibiden übertraf die Gewinnerwartungen dank seiner starken Position als Lieferant hochwertiger Trägerplatten für KI-Beschleuniger und Hochleistungsserverprozessoren. Unimicron profitierte von der robusten Nachfrage nach fortschrittlichen Leiterplatten für Rechenzentren und High-Performance-Computing. Chroma ATE legte zu durch den Wachstumstrend bei Testgeräten für Halbleiter- und Elektrofahrzeugkomponenten, ausgelöst durch den Ausbau von KI-Infrastrukturen und Elektrifizierungsmaßnahmen.
Unter den Verlierern fanden sich Wix.com, ein israelischer Anbieter von Cloud-Webdiensten, das japanische Unternehmen Taiyo Yuden aus dem Bereich Material- und Elektronikindustrie sowie das kanadische Goldbergbauunternehmen Lundin Gold. Wix.com musste seine Gewinnprognose für das erste Quartal aufgrund erhöhter Marketingausgaben und Umstrukturierungen senken. Zusätzlich wurden Personalabbau und verringerte Buchungsvolumina kommuniziert.
Portfolioanpassungen und Handelsaktivitäten
Im Verlauf des Quartals investierte der Fonds neu in den Nomura Real Estate Master Fund, Fukuoka Financial Group, Arcadis NV, Wix.com sowie Furukawa Electric Co. Zudem wurden Gewichtungen ausgewählter Technologie- und Elektronikaktien erhöht. Positionen bei Stockland Trust Group und Katitas Co Ltd wurden vollständig verkauft, während Teilverkäufe bei Unimicron Technology und ASPEED Technology durchgeführt wurden.
Makroökonomisches Umfeld und Investitionsperspektiven
Das makroökonomische Umfeld bleibt geprägt von komplexen und sich überschneidenden Faktoren: geopolitischen Konflikten im Nahen Osten und der Volatilität der Ölpreise, einer geldpolitischen Hinwendung der US-Notenbank zu inflationsorientierten Maßnahmen sowie der kontroversen Diskussion um Investitionen im KI-Bereich. Die US-Wirtschaft wird durch Investitionen in KI-Infrastruktur und Hochsegment-Konsum gestützt, zeigt aber zunehmende Wachstumsfragilität. Europa profitiert von verbesserten Kreditbedingungen und fiskalischer Unterstützung, ist jedoch weiterhin durch Energieabhängigkeit und politische Risiken geprägt. In Asien deuten Japans Lohnzuwächse, Unternehmensreformen und potenzielle Verteidigungsausgaben auf eine Erholungsphase hin, während China eine ungleichmäßige Wirtschaftsentwicklung aufweist. Politische Unterstützung und technologische Fortschritte wirken den Herausforderungen bei Konsum und Exporten entgegen.
Insgesamt spiegeln die Marktbewegungen ein fragmentiertes Bild wider, das von Gegensätzen wie Inflation versus Wachstum, Gewinnern im KI-Sektor gegenüber den übrigen Branchen sowie unterschiedlichen politischen und fiskalischen Rahmenbedingungen geprägt ist, denen Energie- sowie geopolitische Einschränkungen gegenüberstehen. Das Fondsmanagement konzentriert sich darauf, strukturelle Wachstumschancen zu erkennen, diszipliniert Bewertungen zu bewerten und präzise umzusetzen, um trotz der Marktvolatilität eine stabile Rendite zu erzielen.