- Der Spotpreis für Gold fiel am Freitag während des asiatischen Handels auf etwa 4527 USD pro Unze, ein Rückgang von etwa 16 USD am Tag. Die kurzfristige Aufwärtsdynamik wurde durch die potenziellen marginalen Durchbruchserwartungen der US-Iran-Gespräche direkt unterdrückt.
- Der designierte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh legte im Weißen Haus offiziell seinen Amtseid ab. In Kombination mit der dünnen Liquidität vor dem langen Memorial-Day-Wochenende könnte die Volatilität des Goldmarktes am späten Handel in New York nichtlinear verstärkt werden.
- Der kurzfristige Trend des Goldpreises zeigt eine deutliche Abwärtsbegrenzung. Auf dem Tageschart bilden die 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien im Bereich von 4615,51 USD bis 4667,08 USD eine starke erste Widerstandszone.
Gerüchte über geopolitische Diplomatie und Gewinnmitnahmen von Sicherheitsgeldern
In der hochfrequenten Flussüberwachung während des Handels wurde der phasenweise Ausstieg von Long-Positionen hauptsächlich durch Gerüchte über die Ausarbeitung eines endgültigen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran katalysiert. Zuvor hatte der arabische Fernsehsender Al Jazeera berichtet, dass beide Seiten unter der Vermittlung Pakistans möglicherweise innerhalb weniger Stunden eine offizielle Ankündigung machen könnten. Obwohl US-Außenminister Rubio und andere wichtige Entscheidungsträger später darauf hinwiesen, dass beide Seiten in Bezug auf das Uranlager in Teheran und die Kontrolle der Straße von Hormus weiterhin gegensätzliche Positionen einnehmen, führte das sporadische Auftreten von Friedenserwartungen dennoch zu einer stufenweisen Neubewertung der geopolitischen Prämie, was dazu führte, dass einige Sicherheitsgelder auf dem Spot-Goldmarkt eine defensive Gewinnmitnahmestrategie verfolgten.
Zentralbank-Politikzyklus und die erneute Neubewertung der Straffungswahrscheinlichkeit
Neben geopolitischen Spielen übt die Hartnäckigkeit der makroökonomischen Inflationserwartungen anhaltenden Bewertungsdruck auf das zinslose Asset Gold aus. Da es keine klaren Hinweise darauf gibt, wann die Straße von Hormus wieder geöffnet wird, bleiben die internationalen Ölpreise kurzfristig auf einem relativ hohen Niveau, was den Kostendruck in den globalen Lieferketten verstärkt. Diese Umgebung erhöht objektiv die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bis Ende 2026 erneut Zinserhöhungen vornimmt, was den Dollar-Index nach einem Rückgang von einem Sechs-Wochen-Hoch wieder ansteigen lässt. Mit steigenden risikofreien Renditeerwartungen wird der bedingte Anstieg der Goldhaltungskosten alle kurzfristigen Aufwärtsversuche der Long-Positionen unter Druck setzen.
Amtseid im Weißen Haus und Leitlinien für die zukünftige Liquidität
Die globalen Devisen- und Rohstoffmärkte konzentrieren sich stark auf die entscheidenden politischen Entwicklungen im Weißen Haus. US-Präsident Trump wird am späten Freitag die Amtseinführung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden leiten. Als neuer Leiter der Geldpolitik wird Warshs potenzielle Stellungnahme zu Unabhängigkeit, Inflationskontrolle und dem Weg der Leitzinsen direkt die zukünftige Preisgestaltung der Dollar-Liquidität für die zweite Jahreshälfte neu verankern. Sollte der neue Vorsitzende eine unerwartet hawkische Haltung einnehmen, könnte die kurzfristige technische Logik des Goldmarktes mit tiefergehenden strukturellen Verkäufen konfrontiert werden.
Schwarzer Schwan-Risiko der dünnen Liquidität vor dem langen Wochenende
Ein weiteres mikroökonomisches Risiko, das technische Analysten stark beunruhigt, ist das Risiko eines Liquiditätsbruchs am späten Handel in New York. Da die US-Aktien- und Anleihemärkte am kommenden Montag wegen des Memorial Day geschlossen sind und der Anleihemarkt am Freitag früher schließt, wird der Handel vor dem langen Wochenende tendenziell dünn sein. Vor dem Hintergrund der knappen Liquidität könnte jede plötzliche geopolitische Nachricht oder geringfügige Veränderung der Kapitalflüsse zu einer verstärkten Preisbewegung auf dem Spotmarkt führen. Händler sind derzeit in Alarmbereitschaft, um unerwartet heftige Preisschwankungen in der Schlussphase zu verhindern.