Am 5. März 2026 hielt der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung eine außerordentliche Kabinettssitzung ab, um die möglichen Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf die südkoreanische Wirtschaft und die Finanzmärkte zu bewerten und Gegenmaßnahmen zu diskutieren. Lee Jae-myung betonte, dass Südkorea angesichts der verschärften Konflikte im Nahen Osten aktiv auf die erhöhte Volatilität der Finanzmärkte, wie Aktien- und Devisenmärkte, reagieren müsse.
Marktstabilisierungsplan und finanzielle Unterstützung
In der Sitzung forderte Lee Jae-myung die zuständigen Behörden auf, unverzüglich ein Marktstabilisierungsprojekt im Umfang von 100 Billionen Won umzusetzen, um die Besorgnis auf den Kapitalmärkten zu verringern. Der Vorsitzende der koreanischen Finanzdienstleistungskommission erklärte, dass diese Maßnahmen nicht darauf abzielen, Aktienkurse künstlich zu stützen, sondern in erster Linie zur Stabilisierung der Anleihe- und kurzfristigen Geldmärkte dienen.
Lee Jae-myung betonte, dass die Regierung eine Null-Toleranz-Politik verfolgen und bei der Verbreitung falscher Informationen oder der Störung der Lage während der Marktunruhen strikte Verantwortung einfordern werde.
Unterstützung der Energieversorgung und Preisstabilität
In der Sitzung waren auch Energie- und Preisfragen ein wichtiges Thema. Lee Jae-myung wies darauf hin, dass Energieversorgung und Preisfragen direkt mit dem Lebensunterhalt der Menschen verbunden sind, und dass die Regierung die Stabilität der Ölversorgung sowie die Erweiterung der Importkanäle im Blick behalten müsse. Lee Jae-myung forderte die Einführung eines „preisbeschränkenden Systems“, um einen zu schnellen Anstieg der Ölpreise zu verhindern, insbesondere sollten Höchstpreise für Benzin und andere Kraftstoffe je nach Region und Brennstoffart festgelegt werden.
Verstärkung der politischen Unterstützung für betroffene Branchen
Lee Jae-myung forderte auch verstärkte Unterstützung für Branchen, die stark von der Lage im Nahen Osten betroffen sind, insbesondere für Unternehmen, die auf Exporte in den Nahen Osten angewiesen sind, sowie die Schifffahrtsbranche, durch zügige und umfassende politische Finanzhilfen.
Gewährleistung der Sicherheit südkoreanischer Bürger
In Bezug auf die Sicherheit der südkoreanischen Bürger im Nahen Osten forderte Lee Jae-myung die Regierungsstellen auf, sorgfältige Notfall-Evakuierungspläne auszuarbeiten, um die sichere Rückkehr der Bürger nach Südkorea zu gewährleisten. Lee Jae-myung erklärte, dass bei Bedarf in Zusammenarbeit mit Verbündeten Evakuierungen über Militärflugzeuge, Charterflüge oder Landtransporte durchgeführt werden können.