Bitcoin führt beim Gesamtumsatz im Mining
Eine aktuelle Analyse von Grayscale bestätigt, dass Bitcoin-Miner mit etwa 35 Millionen US-Dollar täglich an Blockbelohnungen den Markt klar dominieren. Demgegenüber stehen die Zcash-Miner, die rund 2 Millionen US-Dollar täglich erwirtschaften – ein Unterschied, der vor allem auf die wesentlich größere Netzwerkgröße und höhere Rechenleistung (Hashrate) von Bitcoin zurückzuführen ist.
Zcash punktet mit höheren Einnahmen pro Mining-Gerät und pro Energieeinheit
Trotz der Dominanz von Bitcoin weist Grayscale-Forschungsleiter Zach Pandl darauf hin, dass Zcash-Miner pro einzelner Mining-Hardware rund das Doppelte an Umsatz erzielen. Betrachtet man zudem die Stromkosten, ist der Umsatz pro Megawattstunde bei Zcash etwa viermal höher als bei Bitcoin. Diese Daten unterstreichen Zcashs Vorteile in Energieeffizienz und operativer Rentabilität, teilweise sogar gegenüber Erlösen aus KI-Berechnungen oder Hochleistungs-Cloud-Diensten.
Steigende Zcash-Kurse fördern die Mining-Attraktivität
Der jüngste Preisanstieg von ZEC ist ein wesentlicher Faktor für die verbesserten Mining-Erträge. Am 4. September 2026 überschritt der Kurs erstmals die Marke von 1.000 US-Dollar und notiert aktuell bei rund 1.177 US-Dollar – ein Plus von fast 15 Prozent innerhalb einer Woche. Die steigenden Preise locken vermehrt Miner an, was sich im standardisierten Hashrate-Index widerspiegelt: Die Zcash-Netzwerk-Hashrate hat sich seit Anfang 2026 mehr als verdreifacht.
Unterschiedliche Mining-Hardware erschwert direkte Vergleichbarkeit
Bitcoin und Zcash setzen auf verschiedene Konsensmechanismen und spezialisierte Hardware. Bitcoin-Mining erfolgt mit ASIC-Geräten, die auf den SHA-256-Algorithmus zugeschnitten sind, während Zcash auf Miner für den Equihash-Algorithmus baut. Diese technische Spezialisierung verhindert ein einfaches Umschwenken zwischen den Münzen, um kurzfristige Profitmöglichkeiten auszunutzen, und erschwert damit den direkten Effizienzvergleich.
Umsatzbetrachtungen ohne Berücksichtigung der Betriebskosten
Die Analyse von Grayscale fokussiert sich auf die Brutto-Miningeinnahmen und berücksichtigt dabei nicht die entscheidenden Kostenfaktoren wie Stromverbrauch, Abschreibungen, Kühlung oder Wartung. Die tatsächliche Nettorentabilität variiert stark abhängig vom Standort und den Betriebsbedingungen der Mining-Farmen. Für Miner und Anleger ist es daher essenziell, die Gesamtkostenstruktur genau zu analysieren.
Die Ergebnisse der Studie liefern wertvolle Einblicke in die Unterschiede der Miningökonomie zweier bedeutender datenschutzorientierter Kryptowährungen. Bitcoin behält seine Führungsrolle bei Umfang und Gesamtumsatz, während Zcash mit höheren Erträgen pro Hardwareeinheit und besserer Energieeffizienz punktet – Faktoren, die bei strategischen Entscheidungen von Minern und Marktteilnehmern zunehmend Beachtung finden.