Die Kryptoforschungsinstitution NYDIG ist der Ansicht, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und Technologietiteln in der Marktdiskussion deutlich übertrieben wird.
Gleichzeitiger Anstieg mehr durch makroökonomische Faktoren bedingt
Der Forschungsdirektor von NYDIG, Greg Cipolaro, erklärte, dass der jüngste parallele Anstieg von Bitcoin und US-amerikanischen Softwareaktien hauptsächlich durch Veränderungen im makroökonomischen Umfeld verursacht wird, die sich auf Risikoanlagen auswirken.
Einige Marktmeinungen glauben, dass Bitcoin und der Technologiesektor gemeinsam Risiken durch Themen wie künstliche Intelligenz oder Quanten-Technologie ausgesetzt sind, aber Cipolaro meint, dass diese Erklärung nicht ausreichend belegt ist.
Erklärungskraft des Aktienmarktes nur etwa 25%
Die statistische Analyse von NYDIG zeigt, dass nur etwa ein Viertel der Bitcoin-Preisschwankungen durch die Korrelation mit dem Aktienmarkt erklärt werden kann.
Mindestens 75% der Preisänderungen stammen hingegen von Faktoren außerhalb des Aktienmarktes, wie der Struktur des Kryptomarktes, den Liquiditätsbedingungen und internen Markttreibern.
Gleichzeitig ist jüngst die Korrelation von Bitcoin mit dem S&P 500 und dem Nasdaq Composite gestiegen.
Position als digitales Gold bleibt umstritten
Cipolaro merkt an, dass Bitcoin derzeit nicht generell als makroökonomisches Absicherungsinstrument angesehen wird.
Das erklärt auch, warum es trotz der Bezeichnung als „digitales Gold“ nicht wie Gold in einem makroökonomischen Risikoszenario kontinuierlich an Stärke gewonnen hat.
Dennoch glaubt er, dass Bitcoin immer noch eine Rolle als diversifizierender Vermögenswert innerhalb eines Portfolios spielen kann.