Starkes US-Arbeitsmarktwachstum schürt Spekulationen über Zinserhöhungen
Das US-Arbeitsministerium meldete für August einen überraschend hohen Anstieg der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 162.000 Stellen – deutlich über den erwarteten 56.000. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,1 %. Diese robusten Arbeitsmarktdaten verstärkten rasch die Markterwartungen auf eine Fortsetzung der restriktiven Geldpolitik durch die Federal Reserve. Infolge dessen kletterte der US-Dollar-Index um etwa 0,3 % auf 99,3 Punkte. Die Renditen amerikanischer Staatsanleihen, besonders sensitiv gegenüber Zinserwartungen, stiegen ebenfalls an: Die zweijährige Rendite legte um 7,6 Basispunkte zu, während die zehnjährige und dreißigjährige Rendite um 3,2 bzw. 1 Basispunkt stiegen.
Bitcoin unter Druck, stabilisiert sich aber oberhalb von 79.500 USD
In Reaktion auf den robusten Arbeitsmarkt rückte Bitcoin kurzfristig etwa 2 % ab und fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar bis auf rund 79.570 USD. Trotz dieses Rückgangs verzeichnete die Kryptowährung im 24-Stunden-Zeitraum nach der Veröffentlichung einen leichten Tagesgewinn von 0,83 %. Ethereum zeigte sich in derselben Zeitspanne widerstandsfähiger und konnte um 1,41 % auf circa 2.454 USD zulegen, was darauf hindeutet, dass die anfänglichen Verkaufsdrucke nicht auf den gesamten Kryptomarkt übergriffen.
Goldpreis fällt infolge steigender Zinserwartungen, US-Aktien uneinheitlich
Der Goldpreis geriet durch die erwarteten Zinserhöhungen unter Druck und verlor rund 1,7 % auf etwa 1.222 USD je Feinunze. Dies spiegelt die geringere Attraktivität zinsloser Anlageklassen bei steigenden Kreditkosten wider. Die US-Aktienfutures reagierten gemischt: Während die S&P-500-Futures nach dem Bericht rund 0,22 % nachgaben, legten die Nasdaq-100-Futures leicht um 0,07 % zu. Zudem stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,3 % gegenüber dem Vormonat und 3,1 % im Jahresvergleich, was auf moderate Lohndrucke hindeutet.
Energiepreise reagieren auf geopolitische Spannungen und Arbeitsmarkt
Am Veröffentlichungstag des Arbeitsmarktdatenberichts gaben die Brent-Ölpreise leicht nach und notierten bei etwa 95 US-Dollar pro Barrel. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran sowie Sorgen um die Energieversorgung sorgten allerdings für einen Wochenanstieg von mehr als 8 %. Während der Arbeitsmarktbericht die unmittelbaren Kursbewegungen beeinflusste, blieben Ölpreise vor allem durch geopolitische Entwicklungen geprägt. Insgesamt unterstreichen die Marktreaktionen die anhaltende Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed. Das weitere Marktinteresse richtet sich auf die kommenden Beschäftigungszahlen und Aussagen der Notenbank.