Starkes zweites Quartal für Capstone Copper aufgrund hoher Kupferpreise
Capstone Copper Corp., ein bedeutender Kupferproduzent mit Projekten in den USA, Mexiko und Chile, veröffentlichte seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 und verzeichnete dabei Rekordumsätze sowie ein deutlich gesteigertes bereinigtes EBITDA. Insbesondere die chilenischen Projekte Mantoverde Optimized und Santo Domingo gelten als zentrale Wachstumstreiber. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen eine Kupferproduktion von rund 215.000 Tonnen, leicht unter dem Vorjahreswert. Die Produktion am Standort Mantoverde soll bis 2027 auf 265.000 Tonnen ansteigen, während ab etwa 2030 mit dem Produktionsbeginn in Santo Domingo zusätzliche 100.000 Tonnen pro Jahr erwartet werden.
Detaillierte Ergebnisse des zweiten Quartals
Im zweiten Quartal 2026 erzielte Capstone ein bereinigtes EBITDA von 354 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Der freie Cashflow blieb mit 35 Millionen US-Dollar trotz höherer Investitionsausgaben robust. Die Kupferförderung stieg im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 51.759 Tonnen, unterstützt durch einen historischen Kupfer-Spotpreis von 6,22 US-Dollar pro Pfund, der die finanziellen Kennzahlen deutlich verbesserte.
Das Projekt Mantoverde verzeichnete eine Steigerung der Aufbereitungsmenge um 23 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was zu einer deutlichen Produktionsbelebung führte. Die C1-Kosten lagen im zweiten Quartal bei 2,82 US-Dollar pro Pfund, ein Anstieg von 6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, während die All-in-Sustaining-Kosten stabil bei 4,50 US-Dollar pro Pfund blieben. Trotz geopolitischer Spannungen und gestiegener Inputkosten konnten die negativen Auswirkungen auf die Betriebskosten teilweise durch die hohen Kupferpreise ausgeglichen werden. Zudem sanken die Kosten bei Mantoverde um 25 Prozent, was auf höhere Produktion und die strategische Umstellung auf sulfidisches Erz zurückzuführen ist, welches den Verbrauch kostenintensiver, säurereicher Materialien reduzierte.
Investitionsprojekte und Kosteneffizienz
Im Juli genehmigte der Vorstand von Capstone eine Investition von 45 Millionen US-Dollar in das Pyrit-Aufwertung-Projekt bei Mantoverde, das voraussichtlich Anfang 2028 abgeschlossen wird. Das Projekt zielt darauf ab, den Einsatz von Schwefelsäure um 20 Prozent zu senken und die Kupferproduktion jährlich um 3.500 Tonnen zu erhöhen. Die Bauarbeiten für Mantoverde Optimized verlaufen planmäßig, eine Massenproduktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet, was die Ergebnisse im zweiten Halbjahr verbessern dürfte. Die Prognosen für Betrieb und Kosten im Jahr 2026 wurden unverändert belassen, mit einer besseren Performance in der zweiten Jahreshälfte.
Bewertung und Investment-Rating-Anpassung
Die Aktien von Capstone Copper haben seit Anfang 2026 deutlich zugelegt, wodurch sich das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA von etwa 4 auf nahe 5 erhöht hat. Diese Entwicklung spiegelt eine positive Marktstimmung gegenüber den jüngsten Ergebnissen und Wachstumserwartungen wider, macht die Bewertung jedoch nicht mehr günstig. Mit nahezu der Hälfte von Produktion und Gewinn konzentriert sich die Geschäftstätigkeit stark auf das Mantoverde-Projekt, was eine gewisse Risiken hinsichtlich der Geschäftskonzentration mit sich bringt. Zusätzlich bestehen Unsicherheiten bei der Realisierung des Santo Domingo-Projekts, die eine vorsichtige Einschätzung nahelegen.
Vor diesem Hintergrund wurde die Anlageempfehlung für Capstone Copper von Kaufen auf Halten herabgestuft. Investoren sollten mögliche Marktschwankungen im Auge behalten und erwägen, Positionen nach eventuellen Kursrücksetzern auszubauen.
Die jüngsten Finanzkennzahlen und Projektfortschritte von Capstone Copper verdeutlichen eine dynamische Entwicklung im Kupfersektor und die kontinuierliche Expansion des Unternehmens, wobei die Projektumsetzung und Marktvolatilität weiterhin zu beobachten sind.