- Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen stieg um 5,1 Basispunkte auf 3,998 %, während die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen um 5,3 Basispunkte auf 4,465 % kletterte. Der Renditekurvenabstand beträgt 46,5 Basispunkte.
- Der Verbraucherpreisindex für April zeigt eine hartnäckige Inflation, zusammen mit einem Zuwachs von 115.000 Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft, weit über den erwarteten 62.000. Die Federal Funds Rate Futures beginnen bereits, eine Zinserhöhung im März nächsten Jahres einzupreisen.
- Geopolitische Störungen und die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zu einem Waffenstillstandsabkommen treiben die Energiekosten in die Höhe, während die Nachfrage nach der Auktion von zehnjährigen US-Staatsanleihen im Wert von 42 Milliarden Dollar verhalten bleibt.
Datenlage: Hartnäckige Inflation und über den Erwartungen liegende Beschäftigungspreise
Der US-Staatsanleihenmarkt erlebte eine signifikante Anpassung unter dem Einfluss mehrerer makroökonomischer Daten. Die Verbraucherpreisindexdaten für April zeigen, dass, obwohl der durch Zölle verursachte Inflationsdruck auf Waren nachlässt, steigende Energiekosten zu einem neuen Faktor für die Erhöhung der Gesamtpreise werden. Matt Bush, Ökonom bei Guggenheim Investments, weist darauf hin, dass die Spillover-Effekte der Ausgaben im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz ebenfalls einen marginalen Einfluss auf die makroökonomischen Daten haben. Darüber hinaus dämpfen starke Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung weiter. Im vergangenen Monat schufen Arbeitgeber 115.000 neue Arbeitsplätze, fast doppelt so viele wie von Ökonomen erwartet. Sollte der Arbeitsmarkt seine derzeitige Dynamik beibehalten, könnte der Spielraum für einen Rückgang der risikofreien Zinssätze begrenzt sein.
Politik: Personalveränderungen und geldpolitische Entwicklungen
Unterstützt durch Inflations- und Beschäftigungsdaten steigen die Erwartungen des Marktes, dass die Federal Reserve (Fed) das aktuelle Zinsniveau beibehält oder sogar die Zinsen erneut anhebt. Die Positionierung der Händler von Federal Funds Rate Futures zeigt, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im März nächsten Jahres bereits in die Asset-Pricing-Modelle einbezieht. Gleichzeitig hat der US-Senat Kevin Warsh offiziell als Mitglied des Fed-Vorstands für eine Amtszeit von 14 Jahren bestätigt. Diese Personalveränderung wird vom Markt als wichtiger Indikator dafür angesehen, dass er Jerome Powell als Vorsitzenden der Fed ablösen könnte, was eine Neugewichtung der langfristigen Falken- und Taubenbalance im geldpolitischen Ausschuss zur Folge haben könnte.
Finanzierung: Anleiheangebot belastet die Marktliquidität
Der Druck auf der Angebotsseite der Staatsverschuldung wird sichtbar. Die Ergebnisse der Auktion von zehnjährigen US-Staatsanleihen im Wert von 42 Milliarden Dollar zeigen eine begrenzte Marktaufnahmebereitschaft. Die erzielte Rendite dieser Auktion lag etwa 0,5 Basispunkte über dem vor der Auktion gehandelten Niveau, und das Bid-to-Cover-Verhältnis lag bei nur 2,40, dem niedrigsten Stand seit Februar dieses Jahres. Auch die vorherige Auktion von dreijährigen Anleihen im Wert von 58 Milliarden Dollar sah sich einer schwachen Nachfrage gegenüber. Sollte die bevorstehende Auktion von 32-jährigen Anleihen im Wert von 25 Milliarden Dollar weiterhin unter Druck stehen, könnte die Ausweitung der Laufzeitprämie die langfristigen Kreditkosten weiter in die Höhe treiben.