US-Dollar setzt Aufwärtstrend vor wichtigen Konjunkturdaten fort
Der US-Dollar hat nach einer Phase der Konsolidierung seine Erholung gegenüber den Hauptwährungen fortgesetzt. Das Augenmerk richtet sich nun auf den ADP-Arbeitsmarktbericht für den privaten Sektor im September. Die Analysten erwarten einen Anstieg der Beschäftigung um rund 48.000 neue Stellen, ein leichter Zuwachs im Vergleich zu 44.000 im Vormonat. Weicht der Wert deutlich von diesen Prognosen ab, dürfte dies für erhöhte Volatilität beim Dollar sorgen und die Markterwartungen bezüglich des weiteren geldpolitischen Kurses der US-Notenbank Fed verändern.
Einfluss geopolitischer Spannungen und Ölpreisentwicklungen auf Devisenmärkte
Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, vor allem mit Blick auf den Iran, fördern die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Das unterstützt neben dem japanischen Yen auch begrenzt die USD/JPY-Kursentwicklung. Gleichzeitig wirken sich die Schwankungen der Rohölpreise unmittelbar auf das Währungspaar USD/CAD aus. Die Bank of Canada wird heute ihre Zinsentscheidung bekanntgeben, bei der der Leitzins voraussichtlich unverändert bei 2,25 % bleibt. Für die Marktteilnehmer wird besonders die Einschätzung im zugehörigen Statement und in der Pressekonferenz entscheidend sein. Signalisiert die Bank eine abwartende oder lockere Haltung, könnte das den kanadischen Dollar belasten und den Anstieg des USD/CAD verstärken. Zudem wird der am selben Tag veröffentlichte Bericht der US Energy Information Administration zu den Rohöllagerbeständen weitere Impulse für Ölpreis und kanadische Währung liefern.
USD/JPY testet wichtige Unterstützungszonen
Nach dem Anstieg in der vergangenen Woche bewegte sich der USD/JPY zuletzt in einer Unterstützungszone zwischen 159,40 und 159,80. Dort setzten Käufer ein und trieben das Paar über die psychologisch wichtige Marke von 160,00. Sollte der US-Arbeitsmarktbericht besser ausfallen als erwartet, könnte der Kurs das Zielband bei 160,50 bis 161,00 ins Visier nehmen. Unterhalb von 159,40 wäre dagegen mit einer Abkühlung der Aufwärtsdynamik zu rechnen.
Anstehende wichtige Veröffentlichungen:
- 14:00 Uhr GMT+3: US-Hypothekenanträge (MBA)
- 15:15 Uhr GMT+3: ADP-Beschäftigungsänderungen im US-Privatsektor
- Folgetag 03:30 Uhr GMT+3: Japan Services PMI
USD/CAD verbleibt in enger Handelsspanne
Der USD/CAD bewegt sich gegenwärtig in einem Korridor zwischen 1,3840 und 1,3910. Ein nachhaltiger Ausbruch über 1,3910 könnte Raum für weitere Zugewinne bis in den Bereich 1,3960 bis 1,4000 schaffen. Fällt der Kurs hingegen unter die Unterstützungszone, wäre ein Rücklauf an die jüngsten Tiefpunkte nahe 1,3730 bis 1,3780 möglich.
Zu beobachtende Termine:
- 16:45 Uhr GMT+3: Zinsentscheidung der Bank of Canada
- 17:30 Uhr GMT+3: Rohöllagerbestände der USA
- 17:30 Uhr GMT+3: Pressekonferenz der Bank of Canada
Insgesamt behält der US-Dollar seinen Aufwärtsdrang bei, doch werden die heutigen Konjunkturdaten und geldpolitischen Signale die kurzfristige Richtung der Devisenmärkte maßgeblich bestimmen. Starke US-Arbeitsmarktdaten zusammen mit einer zurückhaltenden Haltung der Bank of Canada könnten den Dollar gegenüber anderen Hauptwährungen weiter festigen. Im Gegenzug könnten enttäuschende Arbeitsmarktzahlen oder straffere Signale aus Kanada den Druck auf den US-Dollar erhöhen.
Marktteilnehmer sollten zudem die geopolitischen Risikofaktoren aufmerksam verfolgen, um ihre Positionen zeitnah anzupassen.