- Die Renditen japanischer Staatsanleihen blieben am Dienstag in der Nähe von Mehrjahreshochs, während der Markt auf die Versteigerung von etwa 600 Milliarden Yen an 30-jährigen Super-Long-Anleihen durch das Finanzministerium später am Tag wartet.
- Angetrieben durch Inflationsängste, eine starke Abschwächung des Yen und die Erwartung einer fiskalischen Expansion, sind die Renditen japanischer Staatsanleihen aller Laufzeiten in diesem Monat gestiegen, wobei die Lang- und Super-Long-Laufzeiten einem stärkeren Verkaufsdruck ausgesetzt sind.
- Marktstrategen weisen darauf hin, dass diese Auktion von Super-Long-Anleihen ein entscheidender Prüfstein für die Stabilität des Langfristmarktes in naher Zukunft sein wird, da die politische Unsicherheit sowohl ausländische als auch inländische institutionelle Investoren äußerst vorsichtig macht.
Doppelte Sorgen um Fiskalpolitik und Inflation verstärken Verkaufsdruck auf Langfristanleihen
Das japanische Finanzministerium wird bald etwa 600 Milliarden Yen (etwa 3,7 Milliarden US-Dollar) an 30-jährigen Anleihen ausgeben. Vor dem Hintergrund einer fiskalischen Expansion und zunehmendem Inflationsdruck steht die Nachfrage nach Super-Long-Assets unter Druck. Dies hat dazu geführt, dass die Renditenkurve japanischer Staatsanleihen in diesem Monat insgesamt nach oben verschoben wurde, was die steigende Präferenz der Langfristinvestoren für Absicherung gegen zukünftige Schuldenausweitung und Kaufkraftverlust widerspiegelt, wodurch die Risikoprämie am Anleihemarkt gestiegen ist.
Schlüsselrenditen erreichen historische Höchststände seit Jahrzehnten
Die Rendite der 10-jährigen Benchmark-Staatsanleihe (JP10YTN=JBTC) blieb bei 2,830% und hielt sich fest auf dem höchsten Stand seit Oktober 1996. Gleichzeitig blieb die 20-jährige Rendite (JP20YTN=JBTC) stabil bei 3,805%, dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999. Der signifikante Anstieg der absoluten Renditen zeigt, dass der Markt den langfristigen Normalisierungspfad der Geldpolitik der Bank of Japan neu bewertet.
Super-Long-Laufzeiten schwächen sich marginal ab und warten auf Auktionsergebnisse
Die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihe (JP30YTN=JBTC) stieg vor der Auktion leicht um 1 Basispunkt auf 4,085% und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 20. Mai. Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities betont, dass diese Auktion ein entscheidender Indikator für die Stabilität des Marktes in naher Zukunft ist. Sollte die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte dies zu einem weiteren Anstieg der Langfristrenditen führen, was die Besorgnis der institutionellen Investoren über die Kosten der Passivseite verstärken und zu einer vorübergehenden Reduzierung der Long-Positionen führen könnte.
Stabile Kurzfristrenditen heben die Unsicherheit über die Zinserwartungen hervor
Im Vergleich zu den starken Schwankungen bei den Langfristrenditen zeigen sich die 2-jährigen (JP2YTN=JBTC) und 5-jährigen Renditen (JP5YTN=JBTC), die am empfindlichsten auf die Zinspolitik der Zentralbank reagieren, relativ stabil und bleiben bei etwa 1,390% bzw. 1,940%. Diese Divergenz zwischen den Lang- und Kurzfristrenditen zeigt, dass die Hauptkräfte, die die Renditekurve steiler machen, derzeit hauptsächlich von makroökonomischen Übertragungseffekten aus dem Ausland und dem durch die Yen-Abwertung verursachten importierten Inflationsdruck stammen, und nicht von einer sofortigen Anhebung der kurzfristigen Zinssätze.