- Belastet durch die schwache Entwicklung des Immobiliensektors schlossen die Aktienmärkte in Festlandchina und Hongkong am Dienstag im Minus. Der starke Rückgang des Kernimmobilien-Subindex verstärkte die Risikoscheu der Märkte, und die Anleger ziehen sich zunehmend zurück.
- Internationale Institutionen haben ihre makroökonomischen Wachstumserwartungen gesenkt, und die Neubewertungseffekte der Ergebnisse externer Halbleitergiganten auf den KI-Sektor wirken sich positiv auf die Kernmärkte im asiatisch-pazifischen Raum aus, was zu einer marginalen Verschlechterung der Risikobereitschaft in der Region führt.
- Die Marktliquidität konzentriert sich eng auf das bevorstehende Protokoll der Fed-Sitzung im Juni sowie auf die wichtigen Inflations- und BIP-Daten des zweiten Quartals in China, um den zukünftigen politischen Kurs und die Bewertungsmodelle für Vermögenswerte neu zu verankern.
Immobiliensektor belastet Aktienmärkte
Zum Handelsschluss am Dienstag fiel der Benchmark Shanghai Composite Index (000001) um 1,3 Prozent und erreichte den niedrigsten Schlussstand seit dem 11. Juni, während der Blue-Chip-Index CSI 300 (399300) ebenfalls um 1 Prozent sank. Der Hang Seng Index (HSI) in Hongkong fiel synchron um 0,5 Prozent, wobei Technologie- und Immobilienaktien schwach abschnitten. Der spezifische Subindex, der die Immobilienbranche verfolgt (000952), verzeichnete einen Rückgang von 3,6 Prozent. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass Kapital aus hochverschuldeten und zyklischen Sektoren abfließt und die allgemeine Risikobereitschaft des Marktes deutlich zurückgeht.
Makroerwartungen gesenkt und Branchenstörungen
Die neuesten Prognosen der Weltbank zeigen, dass das Wirtschaftswachstum Chinas in den Jahren 2026 und 2027 voraussichtlich auf 4,4 Prozent bzw. 4,3 Prozent verlangsamen wird, da der Immobiliensektor weiterhin moderat auf die sinkende Wohnungsnachfrage reagiert und die Verbraucher vorsichtig bleiben. Diese Schwäche hat auch andere Märkte in der Region erfasst, wobei der südkoreanische Aktienmarkt führend im Rückgang ist. Insbesondere die jüngsten Prognosen von Samsung Electronics (005930) haben globale Makrohändler dazu veranlasst, die überhöhten Bewertungen in KI-bezogenen Geschäften neu zu bewerten, was zu einem Druck auf Technologie- und Wachstumssektoren führt, Gewinne mitzunehmen.
Fokus auf wichtige Wirtschaftsindikatoren und politische Ausrichtung
Marktteilnehmer beobachten aufmerksam die bevorstehenden makroökonomischen Indikatoren. China wird am Donnerstag die Inflationsdaten für Juni veröffentlichen und am nächsten Mittwoch die BIP-Daten für das zweite Quartal. Zhou Chuna, Senior Strategist bei Mizuho Securities China, analysiert, dass trotz schwacher Hochfrequenzindikatoren im Juni das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal aufgrund von angebotsseitigen Merkmalen, robustem Konsum im Dienstleistungssektor und Kapitalausgaben im Technologiebereich stärker ausfallen könnte als die monatlichen Daten zeigen. Es wird erwartet, dass die politische Unterstützung in Peking vorsichtig und gezielt bleibt und der politische Mix stärker auf fiskalische Maßnahmen ausgerichtet sein wird.
Inter-Asset-Verbindungen und Offshore-Zentrum-Strategie
Auf der globalen Makroebene konzentriert sich der Fokus der Märkte auf das am Mittwoch bevorstehende Protokoll der FOMC-Sitzung im Juni, um wichtige Hinweise auf die Zinsperspektiven in den USA zu finden. Gleichzeitig haben die Behörden in Peking und Hongkong eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um den Devisen-, Anleihen- und Goldhandel in Hongkong zu fördern, mit dem Ziel, Hongkong angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen als führendes Offshore-RMB-Zentrum zu etablieren. Die Sichtweise der inter-asset-allokierenden Fonds auf chinesische Vermögenswerte