- Der südkoreanische Aktienindex fiel am Dienstag im Tagesverlauf um fast 5 %, da die großen Chiphersteller stark nachgaben. Obwohl der vorläufige Betriebsgewinn von Samsung Electronics im zweiten Quartal im Jahresvergleich um das 18-fache gestiegen ist, führten überhöhte Markterwartungen zu Gewinnmitnahmen und lösten weit verbreitete Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Gewinne aus.
- Ausländische Investoren verkauften in großem Umfang Aktien im Wert von über 1,5 Billionen Won, was die Schwergewichte unter Druck setzte, während auch die Automobil- und Batteriebranche stark nachgab. Insbesondere der Batteriehersteller LG Energy Solution erwartet aufgrund der schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen einen drastischen Gewinnrückgang, was das Vertrauen in die Technologie- und Fertigungsindustrie weiter erschütterte.
- Die zunehmende Risikoscheu führte dazu, dass ausländische Gelder in den Anleihemarkt flossen, wodurch die Renditen für dreijährige und zehnjährige koreanische Staatsanleihen sanken. Trotz der heftigen Bewertungsanpassungen am Aktienmarkt, die zeitweise zu einer Aussetzung des algorithmischen Handels führten, verzeichnete der Won gegenüber dem US-Dollar bei Handelsschluss einen leichten Anstieg.
Positive Ergebnisse können überhöhte Erwartungen nicht übertreffen: Chip-Giganten stürzen ab und lösen Bedenken über die Nachhaltigkeit der Gewinne aus
Die vorläufigen Ergebnisse von Samsung Electronics (005930) zeigen, dass der Betriebsgewinn im zweiten Quartal im Jahresvergleich um das 18-fache gestiegen ist, dennoch fiel der Aktienkurs um 6,84 %. Marktanalysten weisen darauf hin, dass die zuvor hohen Bewertungen die positiven Erwartungen bereits vorweggenommen haben, was zu Gewinnmitnahmen nach der Veröffentlichung der guten Nachrichten führte. Gleichzeitig fiel SK Hynix (000660) um 5,29 %, was zeigt, dass institutionelle Investoren angesichts der aktuellen hohen Bewertungen vorübergehend an der langfristigen Wachstumsfähigkeit der KI-getriebenen Gewinne zweifeln, was zu einem Druck auf die Gewinnmitnahmen im Sektor führt.
Bewertungsanpassungen lösen Handelsaussetzung aus: Massive Kapitalabflüsse aus dem Ausland verstärken den Druck auf Schwergewichte
Der südkoreanische Aktienindex (KOSPI) fiel im Tagesverlauf um 4,82 % auf 7662,93 Punkte, wobei der starke kurzfristige Rückgang zeitweise zu einer Aussetzung des algorithmischen Handels führte. Ausländische Investoren verkauften netto Aktien im Wert von 15.680,55 Milliarden Won auf dem KOSPI-Markt, was zu einem vollständigen Zusammenbruch der defensiven Haltung der Bullen führte. Neben Technologiewerten fielen auch Hyundai Motor (005380) und Kia Motors (000270) um über 5 %, was darauf hindeutet, dass der aktuelle Ausverkauf zu einem systemischen Rückgang der Risikobereitschaft geführt hat und Kapital aus den hochzyklischen Blue-Chip-Sektoren beschleunigt abgezogen wird.
Resonanz zwischen schwachen Branchenfundamenten und Auftragsverlusten: Batterie- und Schiffbausektor erleben konzentrierten Ausverkauf
Die nachlassende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen verstärkt die negativen Auswirkungen auf die mittlere Wertschöpfungskette, wobei der Batteriehersteller LG Energy Solution (373220) aufgrund eines erwarteten Gewinnrückgangs von 77 % im zweiten Quartal um 7,33 % fiel. Darüber hinaus fiel Hanwha Ocean (042660) um 22,91 %, nachdem es bei einer Vertragsvergabe von Kanada ausgeschlossen wurde und sich für ein deutsches U-Boot-Design entschied. Die Schwächung der Branchenfundamente und der plötzliche Auftragsverlust führten zu einer Resonanz, die zu einer konzentrierten Neubewertung der Nicht-Chip-Schwergewichte im Fertigungssektor führte.
Zuflüsse in sichere Anlagen beleben den Anleihemarkt: Devisenmarkt zeigt leichte Erholung mit defensiven Merkmalen
Die heftigen Schwankungen am Aktienmarkt führten zu einer Umschichtung von Kapital in festverzinsliche Anlagen, wobei die Rendite der dreijährigen koreanischen Staatsanleihen auf 3,763 % fiel und die Rendite der zehnjährigen Anleihen ebenfalls leicht zurückging, was auf eine zunehmende Nachfrage nach sicheren Anleihen hindeutet. Gleichzeitig schloss der Won gegenüber dem US-Dollar (USD/KRW) bei 1525,8, was einem leichten Anstieg von 0,28 % gegenüber dem Vortag entspricht. Die Gegenbewegung am Devisenmarkt und der Rückgang der Anleiherenditen deuten darauf hin, dass das gesamte Marktgeld von aggressiven Aktienanlagen zu relativ sicheren defensiven Anlagen umgeschichtet wird.