- Die dreimonatige Aluminiumkontrakte an der Londoner Metallbörse stiegen leicht an, unterstützt durch einen Rückgang der Lagerbestände und Sorgen über potenzielle Angebotsengpässe. Im Tagesverlauf erreichten sie ein Wochenhoch, doch nach dem historischen Einbruch im Juni bleiben die Käufer äußerst vorsichtig.
- Da die von der US-Regierung erwartete Steuerpolitik auf raffiniertes Kupfer nicht wie geplant eingeführt wurde, erlitten die optimistischen Erwartungen an die Zölle einen Rückschlag, und die internationalen Kupferpreise fielen am Dienstag auf breiter Front, während der Metallmarkt insgesamt von einer starken Abwartehaltung geprägt war.
- Die neuesten Daten der US-Börsen zeigen, dass Spekulanten ihre Long-Positionen auf Kupfer reduzieren, während es innerhalb des Nichteisenmetallsektors zu einer strukturellen Divergenz kommt. Der Zinkpreis stieg entgegen dem Trend aufgrund eines engen Angebots in der jüngsten Zeit.
Angebotsrisiken stützen Aluminiumpreise bei Erholung
Bis zum heutigen Handel stieg der dreimonatige Aluminiumkontrakt AH1! an der Londoner Metallbörse (LME) um 0,24 % auf 3.123 USD pro Tonne, nachdem er am Morgen ein Wochenhoch von 3.136 USD erreicht hatte. Obwohl der Kontrakt im Juni um 16 % fiel und den größten monatlichen Rückgang seit 2008 verzeichnete, bieten der anhaltende Rückgang der Lagerbestände und potenzielle Angebotsunterbrechungen derzeit technische Unterstützung für die Aluminiumpreise, was einige Leerverkäufer zur Deckung ihrer Positionen veranlasst und Kapitalrückflüsse fördert.
Vorsichtige Haltung der Verbraucher begrenzt Aufwärtspotenzial von Aluminium
Der aktivste Aluminiumkontrakt ALI1! an der Shanghai Futures Exchange stieg um 0,46 % auf 22.940 Yuan pro Tonne und verzeichnete damit den vierten Handelstag in Folge Gewinne. Das Forschungsinstitut Sucden Financial weist jedoch darauf hin, dass der Markt zwar eine moderate Erholung verzeichnet, die Käufer jedoch nach dem vorherigen Einbruch vorsichtig bleiben und es an nachhaltigem Kaufinteresse fehlt. Dies spiegelt wider, dass Unternehmen in Zeiten makroökonomischer Unsicherheiten eher bedarfsorientiert einkaufen als strategische Lagerbestände aufzubauen.
Enttäuschte Erwartungen belasten Long-Positionen auf Kupfer
Im Kupfermarkt fiel der LME-Kupferkontrakt CA1! um 0,29 %, während der Kupferkontrakt HG1! an der Shanghai Futures Exchange um 0,11 % sank. Da die in der letzten Woche heiß diskutierte Nachricht über eine Steuer auf raffiniertes Kupfer durch das Weiße Haus letztlich nicht offiziell bestätigt wurde, waren die zuvor optimistischen Erwartungen enttäuscht, was zu Gewinnmitnahmen führte. Darüber hinaus zeigen Daten der US-Futures-Regulierungsbehörde, dass Spekulanten ihre Long-Positionen auf Comex-Kupfer reduzieren, was auf eine Veränderung der Risikobereitschaft des kurzfristigen Kapitals hindeutet.
Fundamentale Divergenzen bestimmen die Entwicklung des Basismetallsektors
Am Dienstag zeigten die meisten anderen Basismetalle eine moderate Schwankung, wobei der LME-Zinkkontrakt ZNC1! um 0,15 % fiel, der Bleikontrakt LEAD1! leicht um 0,13 % stieg und Nickel- sowie Zinnkontrakte ebenfalls leichte Verluste verzeichneten. Im Gegensatz dazu stieg der heimische Shanghai-Zinkkontrakt um 1,12 % entgegen dem Trend. Analysten weisen darauf hin, dass der Zinkpreis sich in einem allgemein schwachen Sektor abheben konnte, hauptsächlich aufgrund eines engen Angebots auf der Minen- und Schmelzseite, was die Divergenz innerhalb des Sektors aufgrund unterschiedlicher fundamentaler Bedingungen der einzelnen Metalle verdeutlicht.