US-Militär greift iranische Öltanker nahe Kharg-Insel an
Am Dienstag führte das US-Militär gezielte Angriffe in der Region der iranischen Kharg-Insel durch, bei denen iranische Öltanker ins Visier genommen wurden. Mehrere Explosionen wurden von iranischen Staatsmedien gemeldet. Zudem gab es Berichte über zwei weitere Öltanker, die nahe Jask, rund 800 Kilometer südöstlich, getroffen wurden. Die iranische Führung warnte, dass weitere US-Angriffe auf ihre Öltanker Vergeltungsmaßnahmen gegen amerikanische Militärstandorte im Nahen Osten nach sich ziehen würden.
Iran reagiert mit umfassenden ballistischen Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien
Als Antwort startete die iranische Revolutionsgarde mehr als 30 ballistische Raketen von verschiedenen Standorten wie Yazd, Khomein und Zanjan. Mindestens 20 Raketen trafen die US-Militärbasen Al Salti und Prince Hassan in Jordanien. Dies ist einer der umfangreichsten Raketenangriffe der letzten Monate. Laut Berichten wurden beide Stützpunkte von Explosionen erschüttert, besonders die Muwaffaq Salti Basis soll direkt von Raketen und Streumunition getroffen worden sein. Trotz des Einsatzes von Dutzenden Patriot-Abwehrraketen Jordaniens erreichten mehrere iranische Raketen ihr Ziel.
Besorgnis über Sicherheit im Golf und Auswirkungen auf Ölpreise
Die Eskalation vom Angriff auf Schifffahrtsgüter hin zu gezielten Militärbasen verschärft die Sicherheitslage an strategischen Häfen im Golf, darunter Kuwait und Bahrain, wo US-Truppen stationiert sind. Mögliche Störungen oder Umleitungen im Tankerverkehr entlang der wichtigen Persischen Golf-Seewege könnten Transport- und Versicherungskosten erhöhen. Marktteilnehmer kalkulieren bereits einen höheren geopolitischen Risikoaufschlag in den Rohölpreisen ein.
Harte Fronten zwischen USA und Iran sowie erhöhte Gefahr weiterer Konflikte
US-Senator Marco Rubio warnte, dass anhaltende iranische Angriffe auf US-Schiffe eine kontinuierliche US-Vergeltung gegen iranische Öltanker nach sich ziehen würden. Das US-Zentralkommando bestätigte zuletzt die Zerstörung von fünf iranischen Öltankern als Reaktion auf Raketenangriffe auf amerikanische Truppen. Beide Seiten scheinen an einer Eskalation festzuhalten, was die Chancen auf eine kurzfristige Deeskalation schmälert. Die Ölmärkte dürften daher wegen der anhaltenden Sicherheitsrisiken volatil bleiben.
Dieses Ereignis verdeutlicht die zunehmende Instabilität in der Golfregion, wo militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran die globale Energieversorgung und die regionale Sicherheit erheblich belasten. Beobachter sollten insbesondere die Lage an den wichtigen Golfhäfen und Schifffahrtsrouten aufmerksam verfolgen.