Konsortium aus 21 internationalen Banken plant Stablecoin mit US-Dollar-Unterlegung bis 2027
Ein Zusammenschluss von 21 weltweit agierenden Finanzinstituten, darunter Bank of America, PNC Financial Services, Wells Fargo, die spanische Santander, Japans MUFG, Afrikas Standard Bank sowie führende Banken Ostasiens, kündigte an, bis Ende 2026 eine neue Gesellschaft zu gründen. Diese soll Anfang 2027 eine auf den US-Dollar lautende Stablecoin ausgeben. Im Anschluss ist eine Ausweitung auf andere G7-Währungen vorgesehen, beginnend mit dem Euro.
Das Konsortium erstreckt sich über wichtige Finanzzentren in Nordamerika, Europa, Ostasien, dem Nahen Osten und Afrika und verfolgt das Ziel, die regulatorische Compliance sowie die Marktdurchdringung von Stablecoins durch die geografische und operative Diversität seiner Mitglieder zu stärken.
OpenPayd betritt US-Markt durch Übernahme von MSB USA
Die Londoner Banking-as-a-Service-Plattform OpenPayd hat die US-amerikanische Finanzdienstleisterin MSB USA übernommen und damit ihren Markteintritt in den Vereinigten Staaten vollzogen. Die Akquisition umfasst Geldtransferlizenzen in 43 US-Bundesstaaten. MSB USA wird zunächst weiter operieren, bis die vollständige Integration in OpenPayds Plattform abgeschlossen ist.
Dr. Ozan Ozerk, Gründer von OpenPayd, betonte das umfassende regulatorische Rahmenwerk des Unternehmens für den transatlantischen Handel mit Fiat- sowie digitalen Vermögenswerten. Dies bildet die Grundlage für den geplanten Nasdaq-Börsengang Ende 2026. Bereits im Juni unterzeichnete OpenPayd eine verbindliche Vereinbarung zur Unternehmensverschmelzung mit Titan Acquisition Corp., wodurch eine Bewertung von 1,145 Milliarden US-Dollar erzielt werden soll.
UK-Finanzaufsicht verhängt 4,7 Millionen Pfund Strafe gegen Citi wegen Sanktionsverstößen
Die britische Finanzaufsicht OFSI sanktionierte die Londoner Niederlassung der Citigroup mit einer Geldbuße von 4,7 Millionen Pfund (rund 6,3 Mio. US-Dollar). Grund waren 970 Transaktionen im Gesamtwert von 19,7 Millionen Pfund, die gegen Russland-bezogene Sanktionen verstießen. Die meisten Vergehen ereigneten sich nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 2022 und zogen sich teilweise bis ins Jahr 2025.
Die Prüfung deckte umfangreiche Kontrollmängel in mehreren Geschäftsbereichen auf. Die OFSI beschrieb die Verstöße als „bedeutend und weitreichend“. Citi kooperierte vollumfänglich mit der Untersuchung und meldete einige der Verstöße eigenständig.
Ehemaliger JPMorgan-Manager Pierre Morel wird Chefportfoliomanager bei Redhedge
Pierre Morel, vormals Co-Leiter des globalen Investment-Grade- und Makro-Credit-Handels bei JPMorgan, hat beim Londoner Hedgefonds Redhedge Asset Management als Chief Portfolio Manager angeheuert. Dort soll er das Wachstum vorantreiben und das Front-Office-Team ausbauen.
Redhedge-CEO Andrea Seminara unterstrich, dass Morels umfassende Erfahrung im globalen Kreditmarkt das weitere Firmenwachstum entscheidend unterstützen werde. Morel verließ JPMorgan im vergangenen Jahr, um sich auf ein breiteres Spektrum von Kreditprodukten und Marktstrategien zu konzentrieren.
Christoph Ammann wird Vorsitzender des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank ab Mai 2027
Die Schweizer Regierung ernannte Christoph Ammann, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, zum neuen Vorsitzenden des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sein Amt tritt er im Mai 2027 an. Ammann ist seit 2019 Mitglied des Direktoriums und seit dem vergangenen Jahr dessen Vizevorsitzender. Zudem bekleidete er politische Positionen als Wirtschaftsminister des Kanton Bern, Stadtpräsident sowie Regierungsrat.
Das Direktorium steuert die SNB-Geschäfte und die Nachfolge der Führungsebene, ist jedoch nicht direkt für die Geldpolitik zuständig. Ammann folgt auf Barbara Janom Steiner, die den Vorsitz sieben Jahre innehatte. Die Position des Vizevorsitzenden übernimmt Marc Mächler.