
In seiner neuesten Devisenausblick hält die UBS an der Einschätzung "starker Euro, schwacher Dollar" fest und erwartet, dass der Euro/Dollar in den kommenden Monaten allmählich in Richtung 1,20 streben und in diesem Bereich eine stabilere Handelszone suchen wird.
Hinter dem Range-Trading: Ausgleich der Vor- und Nachteile
Die UBS ist der Ansicht, dass der Euro/Dollar in letzter Zeit im relativ engen Bandbereich "gefangen" war, hauptsächlich weil sich die positiven und negativen Faktoren der USA und Europas gegenseitig aufheben: Einige Erholungssignale in Europa bieten Unterstützung, jedoch begrenzen Wachstum, Politik und Risikofaktoren die Aufwärtsbewegung; auf der US-Seite hingegen wechseln Wachstum und Zinsvorteil einander ab, was es schwierig macht, dass der Wechselkurs einseitig durchbricht.
Die Hauptlinie der UBS: Schwäche des Zinsvorteils und Bewertungsdruck erschweren den alleinigen Dollar-Aufstieg
In einer makroökonomischeren Erklärung erwähnte der CIO der UBS, dass der Dollar unter mehreren "Gegenwinden" leidet: hohe Bewertung, doppelte Defizite im Haushalts- und Leistungsbilanzbereich sowie die Aussicht auf weitere Zinssenkungen der Fed, die den Zinsvorteil der USA verringern, könnten den Dollar im ersten Halbjahr 2026 weiter unter Druck setzen; seine Basisprognose deutet auch darauf hin, dass der Euro/Dollar in Richtung 1,20 steigen wird.
Gleichzeitig erwähnte die UBS in einer anderen Betrachtung, dass der langfristige "faire Wert" des Euro höher wäre, wenn man Kaufkraftparitäten und andere Rahmen zugrunde legt. Dies würde die relative Attraktivität des Euro bei Dollar-Schwächephasen verstärken, deutet aber darauf hin, dass der Bereich um 1,20 eher ein "stabiler Zwischenbereich" als ein Ziel einer durchgehenden Rally sei.
Mögliche "besser als erwartete" Aufwärtsauslöser: Geopolitik und Fed-Politikpfad
Die UBS weist darauf hin, dass, sollte ein stärkerer Aufstiegstrigger auftreten, die Entwicklung geopolitischer Ereignisse sowie die Politikkommunikation und das Tempo der Zinssenkungen der Fed zu den Schlüsselkatalysatoren werden könnten, die den Euro/Dollar über sein Basisziel hinaustreiben würden. Mit anderen Worten, sollten Risikofaktoren die Dollarschutzprämie schwächen oder der Markt fester an die Lockerung der Fed glauben, wäre der Kurs leichter zu "steigern".
Abwärtsrisiken bestehen weiterhin: Wenn US-Daten wieder "zu heiß" sind, muss die 1,15-Unterstützung beachtet werden
Gleichzeitig betont die UBS das Abwärtsrisiko: Sollte das US-Wirtschaftswachstum weiterhin die Erwartungen übertreffen, könnte der Dollar erneut Unterstützung finden, und der Euro/Dollar könnte möglicherweise die zuletzt mehrfach getestete Unterstützungslinie bei 1,15 durchbrechen.
Aus einer breiteren Marktdivergenzperspektive gibt es auch Stimmen, die der Ansicht sind, dass der Dollar einen tieferen und anhaltenderen Rückgang braucht, der durch neue Schocks oder eine signifikante Neubewertung der Erwartungen ausgelöst wird, ansonsten könnte der Abwärtsimpuls vorübergehend nachlassen.
