- Die geopolitische Krise im Nahen Osten eskaliert plötzlich und verursacht heftige Erschütterungen auf den Kapitalmärkten im asiatisch-pazifischen Raum. Die Aktienmärkte in Japan und Südkorea stehen unter starkem Verkaufsdruck, was dazu führt, dass Fluchtgelder umfassend in defensive Vermögenswerte fließen.
- Die Islamische Revolutionsgarde des Iran kündigt die unbefristete Schließung der Straße von Hormus an, woraufhin das US-Militär kontinuierliche Angriffe auf Syrien durchführt. Dies führt zu einem starken Anstieg der internationalen Rohölpreise und entfacht erneut die Erwartung einer globalen Hyperinflation.
- Die Kernvermögenswerte der globalen Halbleiter-Lieferkette stehen unter Druck. Die Aktien von Chip-Schwergewichten werden aufgrund von Bedenken über den Höhepunkt des Zyklus und geopolitische Risiken massiv verkauft, was die Performance der Benchmark-Indizes erheblich belastet.
Asiatisch-pazifische Aktienmärkte erleben Liquiditätsschock
Der Nikkei 225 Index (NKY) schloss mit einem starken Rückgang von 1315,00 Punkten, einem Minus von 1,92 %, bei 67242,73 Punkten. Der größte Rückgang während des Handels betrug zeitweise über 1900 Punkte. Der südkoreanische KOSPI-Index stürzte um 8,95 % ab und fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 7000 Punkten auf 6806 Punkte, wobei während des Handels seltene Auslösemechanismen aktiviert wurden. Die makroökonomische Unsicherheit, die durch geopolitische Konflikte verursacht wird, führt zu einem massiven Rückzug von Long-Positionen und einem dramatischen Rückgang der risikobereiten Marktteilnehmer.
Halbleiter-Schwergewichte führen Verluste an beiden Märkten an
Technologieriesen stehen im Zentrum der aktuellen Verkaufswelle. Samsung Electronics (005930:KS) und SK Hynix (000660:KS) schlossen mit einem Rückgang von über 10 % bzw. 15 %. Obwohl SK Hynix zuvor erfolgreich ADRs in den USA emittiert hatte, konnte dies die Marktbedenken über den Höhepunkt des Speicherchip-Zyklus nicht zerstreuen. Die hohe Volatilität im Halbleitersektor verschärft die marginale Verschlechterung des Angebots-Nachfrage-Verhältnisses auf dem gesamten Markt.
Steigende Energiepreise formen Inflationsprognosen neu
Die Schließung der Straße von Hormus, einer zentralen Route für den globalen Rohöltransport, treibt die Preise für Brent- und WTI-Rohöl-Futures direkt in die Höhe. Der Anstieg der Rohstoffpreise führt dazu, dass die zuvor eingepreisten Zinssenkungspfade der großen Zentralbanken neu bewertet werden müssen. Analysten weisen darauf hin, dass bei anhaltenden Lieferkettenunterbrechungen der hohe importierte Inflationsdruck die globale Geldpolitik zwingen könnte, länger in einer restriktiven Haltung zu verharren.
Übergreifende Flucht in sichere Anlagen nimmt stark zu
Aufgrund des Liquiditätsdrucks auf den Aktienmärkten verlagern sich Gelder schnell in sichere Anlagen. Traditionelle Fluchtwährungen wie Yen und US-Dollar erhalten kurzfristig starke Unterstützung, während die Renditen von Staatsanleihen aufgrund des Zuflusses in sichere Anlagen kollektiv zurückgehen. Sollte sich der militärische Konflikt im Nahen Osten weiter ausweiten, könnte das Bewertungsniveau der globalen Aktienmärkte insgesamt unter Druck geraten, und Long-Positionen könnten kurzfristig technisch bereinigt werden.