- Die Eskalation der Lage im Nahen Osten und die steigenden Renditen von US-Staatsanleihen trieben den Dollar-Index (DXY) auf 101,16, während die wichtigsten asiatischen Währungen am Montag unter Druck gerieten und schwächer wurden.
- Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama deutete an, dass der weltweit größte Pensionsfonds GPIF seine inländische Vermögensallokation erhöhen könnte, was die Erwartung einer strukturellen Wende des langfristig unter Druck stehenden Yen auslöste.
- Der südkoreanische Halbleitersektor erlebte einen massiven Ausverkauf durch ausländische Investoren, was zu einem Einbruch des KOSPI-Index führte und eine Handelsunterbrechung auslöste, wodurch der Wechselkurs des südkoreanischen Won zum US-Dollar (USD/KRW) die Marke von 1507 überschritt.
Geopolitische Risiken stimulieren Dollar-Käufe
Die Eskalation der Lage im Nahen Osten führte zu einem erhöhten Risiko in der globalen Energieversorgungskette, und die Sorgen über eine Blockade der Straße von Hormus nahmen erneut zu, was die globalen Inflationserwartungen weiter anheizte. Händler positionierten sich im Vorfeld der Anhörung von Fed-Vorsitzendem Kevin Walsh im Kongress und der Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex für Juni. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen (US10YT=X) stieg leicht an, was den Dollar-Index um etwa 0,2 % auf 101,16 ansteigen ließ. Da die Zinssenkungserwartungen zuletzt gedämpft wurden, konzentrierten sich die sicheren Anlagen auf Dollar-Vermögenswerte, was den Druck auf Nicht-Dollar-Währungen erhöhte.
Erwartungen an Pensionspolitik stützen den Yen
Der Wechselkurs des Yen zum US-Dollar (USD/JPY) erholte sich um 0,4 % auf etwa 162,3, da der Markt weiterhin die Äußerungen des japanischen Finanzministers über die Erhöhung der inländischen Finanzanlagen durch den staatlichen Pensionsfonds verarbeitete. Analysten weisen darauf hin, dass, wenn dieser weltweit größte institutionelle Investor eine Neugewichtung der Vermögensallokation einleitet und einen Teil der Auslandsbestände zurück nach Japan verlagert, dies eine potenzielle Nachfrage nach Yen im Wert von 12 bis 30 Billionen Yen schaffen könnte. Sollte sich diese strukturelle politische Ausrichtung etablieren, könnte dies einen wichtigen Wendepunkt im Abwertungstrend des Yen im vergangenen Jahr darstellen.
Koreanische Aktien lösen Handelsunterbrechung aus, Won unter Druck
Aufgrund des Kapitalabflusses aus dem globalen KI- und Halbleitersektor verstärkten ausländische Investoren den Verkauf von koreanischen Technologieriesen wie Samsung Electronics und SK Hynix. Der KOSPI-Index fiel im Tagesverlauf um über 8 %, was selten eine Handelsunterbrechung auslöste. Der Kapitalabfluss aus Halbleiteraktien belastete den Won direkt, und der Wechselkurs des US-Dollars zum koreanischen Won stieg um 0,6 % auf etwa 1507. Die Neubewertung der Technologiewerte und der Kapitalabfluss verstärkten sich gegenseitig und erhöhten die Volatilität der Schwellenländerwährungen kurzfristig.
Regionale Währungen warten auf wichtige Daten
In anderen asiatischen Märkten schwächte sich auch der australische Dollar gegenüber dem US-Dollar ab, während der Wechselkurs des chinesischen Yuan (USD/CNY) unter der Führung des Mittelkurses der Zentralbank relativ stabil blieb. Investoren befinden sich derzeit in einer abwartenden Haltung und warten auf die in dieser Woche veröffentlichten chinesischen Handelsdaten für Juni, das Bruttoinlandsprodukt des zweiten Quartals und die Einzelhandelsumsätze. Darüber hinaus wird die Bank of Korea ihre Zinsentscheidung bekannt geben, und Singapur wird vorläufige Wirtschaftsdaten für das zweite Quartal veröffentlichen. Die grenzüberschreitenden Kapitalströme in Asien werden weiterhin stark von den marginalen politischen Veränderungen der wichtigsten Volkswirtschaften abhängen.