- Der militärische Konflikt zwischen den USA und Iran eskalierte innerhalb einer Woche zum dritten Mal. Das US-Militär führte eine neue Runde von Luftangriffen gegen den Iran durch, um dessen Fähigkeit, Handelsschiffe anzugreifen, zu schwächen. Daraufhin startete der Iran Vergeltungsangriffe mit Drohnen und Raketen gegen fünf arabische Länder, darunter Kuwait, Jordanien und Katar.
- Bezüglich des Durchgangsstatus der globalen Kernenergie-Route Straße von Hormus vertreten die USA und Iran unterschiedliche Standpunkte. Die Iranische Revolutionsgarde erklärte einseitig die Schließung der Straße bis auf Weiteres, während das US-Zentralkommando und Präsident Trump darauf bestehen, dass die Wasserstraße für zivile Schiffe offen bleibt.
- Die rapide Eskalation geopolitischer Risiken wirft einen Schatten auf die für Ende dieses Jahres geplanten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Globale maritime Überwachungsorganisationen warnen vor einer sehr ernsten Bedrohung der maritimen Sicherheit, da etwa ein Fünftel des weltweiten Transports von Rohöl und Flüssigerdgas potenziell behindert werden könnte.
Neue Runde von See- und Luftmilitärkonflikten zwischen den USA und Iran
Das US-Militär führte kürzlich präzise Angriffe auf die südlichen Küstenstädte Buschehr und Asaluyeh im Iran durch, die für ihre Energie- und Petrochemieindustrie bekannt sind, um deren Verteidigungsanlagen, die zivile Schifffahrtswege bedrohen, zu zerstören. Daraufhin führte der Iran Vergeltungsangriffe auf benachbarte US-Verbündete durch. Obwohl beide Seiten erklären, dass die Kernangriffe vorerst beendet sind, breiten sich die Auswirkungen des geopolitischen Konflikts schnell auf die umliegenden Länder des Persischen Golfs aus, was die regionale Sicherheitsprämie wieder auf ein hohes Niveau treibt.
Uneinigkeit über die Durchfahrtsrechte der Straße von Hormus
Das iranische Militär erklärte, dass bis zum Ende der ausländischen Einmischung keine Schiffe die Straße von Hormus passieren dürfen, während das US-Zentralkommando und das Joint Maritime Information Center (JMIC) darauf hinweisen, dass die südliche Route weiterhin passierbar ist. Diese asymmetrische geopolitische Information löste direkt Panik auf dem Schifffahrtsmarkt aus, und am Sonntag fiel das tatsächliche Schiffsverkehrsaufkommen in der Straße drastisch ab, da Reedereien aufgrund von Absicherungsbedürfnissen begannen, die Kosten ihrer Routen neu zu bewerten.
Übergreifende Risiken breiten sich auf den Energieschifffahrtssektor aus
Als zentrales Drehkreuz für etwa 20% des weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgastransports hat das tatsächliche Risiko einer Blockade der Straße von Hormus eine Absicherungsnachfrage in der globalen Rohstofflieferkette ausgelöst. Sollte der Konflikt zu einer vollständigen Schließung der Straße führen, würde die Verschlechterung der Rohöllieferkette direkt die Forward Freight Agreements (FFA) und die Tankerprämien in die Höhe treiben. Marktteilnehmer verlagern ihre Long-Positionen zunehmend in den Energie- und defensiven Sektor, um potenziellen Inflationsdruck abzufedern.
Aussichten für iranische Nukleardiplomatie vollständig blockiert
Dieser Konflikt hat die zuvor über Drittkanäle wie Oman aufgebauten fragilen Dialogmechanismen zwischen beiden Seiten direkt unterbrochen. Das US-Verteidigungsministerium beharrt auf einer harten, strafenden Haltung, während der Iran fordert, dass die USA zuerst die Beschränkungen für den Ölexport aufheben. In einem Umfeld mangelnden Vertrauens und strafender Randbedingungen ist eine Lösung der geopolitischen Spannungen auf diplomatischem Wege kurzfristig unwahrscheinlich, was bedeutet, dass die Tail-Risiken auf den Makromärkten eine Normalisierungstendenz aufweisen werden.