- Laut den neuesten Daten der China Gold Association (CGA) erreichte der inländische Goldverbrauch in China im ersten Quartal 2026 303,292 Tonnen, was einem Anstieg von 4,41 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Verbrauch von Goldbarren und -münzen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 46,40 % auf 202,062 Tonnen.
- Der Verbrauch von Goldschmuck im Inland belief sich im gleichen Zeitraum auf 84,620 Tonnen, was einem Rückgang von 37,10 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die hohen und schwankenden internationalen Goldpreise haben die Nachfrage nach optionalem Endverbrauch erheblich unterdrückt und Kapital dazu veranlasst, sich auf physische Goldbarren mit Investitions- und Sparcharakter zu verlagern.
- Auf der Angebotsseite führte die konzentrierte Sicherheitsüberprüfung und Wartung von Minen und Raffinerien zu einem Rückgang der inländischen Rohstoffgoldproduktion im ersten Quartal um 7,08 % auf 81,065 Tonnen. Gleichzeitig erhöhte sich der offizielle Bestand um 7,15 Tonnen, wodurch die Gesamtsumme auf 2313,48 Tonnen stieg und China auf den fünften Platz weltweit aufstieg.
Differenzierung der Endverbrauchsstruktur
Der inländische Gold-Einzelhandelsmarkt durchläuft derzeit eine tiefgreifende strukturelle Umgestaltung. Das Hauptmerkmal der Verbrauchsdaten im ersten Quartal ist die extreme Differenzierung zwischen "kaltem Schmuck und heißen Barren". Der Verbrauch von Goldbarren und -münzen überschritt die 200-Tonnen-Marke, wobei die Wachstumsrate von fast 50 % im Vergleich zum Vorjahr die defensive Tendenz der Haushalte bei der Vermögensallokation widerspiegelt. Vor dem Hintergrund ständig neuer Höchststände der internationalen Goldpreise und erhöhter täglicher Volatilität hat die hohe Prämie von Goldschmuck (einschließlich Bearbeitungs- und Markenprämien) eine deutlich abschreckende Wirkung auf preissensible Verbraucher. Im Gegensatz dazu haben Investitionsbarren, die über Bankkanäle verkauft werden, aufgrund ihrer Nähe zum Basisgoldpreis und der hohen Transparenz der Transaktionen eine große Menge an aus dem Schmuckbereich abfließendem Risikokapital aufgenommen und sind zum Hauptmotor für das positive Wachstum des gesamten Goldverbrauchs im ersten Quartal geworden.
Störungen der Angebotskapazität
Während die Gesamtnachfrage expandiert, sieht sich die inländische Goldangebotsseite mit einer vorübergehenden Kapazitätsverringerung konfrontiert. Im ersten Quartal ging die inländische Rohstoffgoldproduktion um 6,178 Tonnen zurück, was hauptsächlich auf die branchenweite Durchführung von Gefahren- und Sicherheitsüberprüfungen zurückzuführen ist. Einige kleine und mittlere Minen und Raffinerien wurden aufgrund von Umwelt- und Sicherheitsanforderungen stillgelegt, was die Freisetzungsrate der Quartalskapazität direkt beeinträchtigte. Dieser vorübergehende Anstieg der Compliance-Kosten führt dazu, dass die Angebots- und Nachfragestruktur des inländischen Spotmarktes tendenziell angespannt bleibt. Sollte der Wiederanlauf der Produktion hinter den Erwartungen zurückbleiben und die traditionelle Nachfrage nach Vorratskäufen vor der Verbrauchssaison im zweiten Quartal hinzukommen, könnte die Prämie des inländischen Spotgoldes gegenüber dem internationalen Benchmark-Preis kurzfristig auf einem hohen Niveau bleiben.
Zentralbankkäufe und Preisanker
Die kontinuierliche Erweiterung der offiziellen Reserven Chinas bietet eine solide makroökonomische Unterstützung für die Bodenpreisbildung auf dem globalen Goldmarkt. Im ersten Quartal erhöhte China seine Goldbestände um insgesamt 7,15 Tonnen, wodurch die Gesamtreserven auf 2313,48 Tonnen stiegen und das Land im globalen Ranking der offiziellen Goldreserven auf den fünften Platz vorrückte. Dieses systematische Aufstockungsverhalten ist nicht nur auf die Optimierung der Struktur der Vermögensbilanz der Devisenreserven zurückzuführen, sondern signalisiert dem Markt auch die langfristige Präferenz der staatlichen Kreditwürdigkeit für physische Vermögenswerte. Vor dem Hintergrund häufiger geopolitischer Spannungen und der Expansion der Schuldenvolumina der wichtigsten Volkswirtschaften verändert das Goldkaufverhalten der People's Bank of China (PBOC) und anderer großer Zentralbanken weltweit substanziell die traditionelle Preislogik von Gold und unterstreicht zunehmend seine Rolle bei der Absicherung gegen die Verwässerung des Dollar-Kredits.