- Die chinesische Zentralbank (PBOC) hielt am Arbeitstag nach dem Maifeiertag an ihrer minimalen Operation fest und führte am Samstag eine 7-tägige Reverse-Repo-Operation im Wert von 5 Milliarden Yuan durch, wobei der Zinssatz unverändert bei 1,40 % blieb, was zu einer gleichwertigen Nettoliquidität führte.
- In dieser Woche summierte sich der Nettoabzug am offenen Markt auf 3651 Milliarden Yuan, was zeigt, dass die Liquidität im Bankensystem nach dem Monatswechsel wieder extrem reichlich ist und sich der Fokus der Zentralbank auf die Vermeidung übermäßiger Liquiditätsansammlungen verlagert hat.
- Der ausstehende Saldo der Reverse-Repo-Operationen am offenen Markt stieg leicht auf 540 Milliarden Yuan an, wobei die Effizienz der geldpolitischen Transmission durch das feste Zinssatz- und Mengenauktion-Mechanismus weiter gestärkt wird.
Rückkehr zur Normalität der Marktliquidität
Nach den Schwankungen rund um den Maifeiertag und den Monatswechsel zeigt sich der Geldmarkt zwischen den Banken in China äußerst entspannt. Die Zentralbank hat heute nur 5 Milliarden Yuan bereitgestellt, was nicht nur den Hintergrund fehlender Fälligkeiten widerspiegelt, sondern auch ein Signal der Zufriedenheit der Aufsichtsbehörden mit der aktuellen Geldmenge und der fehlenden Notwendigkeit zusätzlicher Liquiditätsunterstützung aussendet. Im Detail hat die PBOC das zuvor angepasste Mechanismus beibehalten, nämlich einen festen Zinssatz von 1,40 % und die vollständige Deckung des Bedarfs, was den Übergang der Offenmarktoperationen zur Verankerung am Leitzins widerspiegelt. Der Nettoabzug von 3651 Milliarden Yuan in dieser Woche hat effektiv die zuvor zur Bewältigung des Monatswechseldrucks bereitgestellten überschüssigen Positionen ausgeglichen und sichergestellt, dass die Marktzinsen nahe dem Leitzins stabil bleiben.
Frequenz der Operationen und Entwicklung des Werkzeugkastens
Seit der zweiten Jahreshälfte 2024 hat der Rahmen der Geldpolitik der Zentralbank eine signifikante Optimierung erfahren. Die heutige Operation bestätigt erneut die Rolle der 7-tägigen Reverse-Repo-Operation als Hauptleitzins. Rückblickend auf die historische Entwicklung, von der Einführung temporärer Reverse-Repo-Operationen im Juli 2024 über die Einführung von Kauf-Rückkauf-Operationen im Oktober bis zur Senkung des 7-tägigen Zinssatzes auf 1,40 % im Mai 2025, hat sich der Werkzeugkasten der PBOC zunehmend erweitert und präzisiert. Derzeit sind die 14-tägigen Reverse-Repo-Operationen und temporären Operationen am offenen Markt an den 7-tägigen Leitzins gekoppelt, was ein klares System von Auf- und Abschlägen bildet. Dieses hochtransparente Zinskorridorsystem hat die Erwartungskosten der Finanzinstitute gesenkt und die Volatilität der kurzfristigen Geldmarktkosten signifikant reduziert.
Verteilung des ausstehenden Saldos und Fälligkeitsdruck
Laut den neuesten Daten beträgt der ausstehende Saldo der Reverse-Repo-Operationen derzeit insgesamt 540 Milliarden Yuan, wobei der Schwerpunkt auf dem Beginn der nächsten Woche liegt. Konkret werden am 13. und 14. Mai jeweils 260 Milliarden und 270 Milliarden Yuan fällig, während die zweite Wochenhälfte auf ein extrem niedriges Niveau von 5 Milliarden Yuan pro Tag zurückfällt. Aufgrund des derzeit sehr geringen Bestands ist der Verbrauch der Überschussreserven der Banken selbst bei den konzentrierten Fälligkeiten zu Beginn der nächsten Woche relativ begrenzt. Analysten erwarten allgemein, dass die Zentralbank, sofern keine irrationalen Schwankungen auftreten, weiterhin minimale oder kleine rollierende Operationen durchführen wird, um die neutrale Balance der Markterwartungen aufrechtzuerhalten und einen zu schnellen Anstieg der Verschuldungsquote am Anleihemarkt zu vermeiden.
Politische Vorausschau und potenzielle Variablen
Mit Blick auf die Mitte und das Ende des Monats Mai verlagert sich der Fokus des Marktes von kurzfristigen Reverse-Repo-Operationen auf die Verlängerung der mittelfristigen Kreditfazilität (MLF) und das Tempo der Emission von Lokalobligationen. Sollte die Emission von Staatsanleihen im Mai signifikant zunehmen und die Überschussreservenquote des Bankensystems vorübergehend unter Druck setzen, könnte die Zentralbank durch eine Erhöhung des Umfangs der Reverse-Repo-Operationen oder den Einsatz von Kauf-Rückkauf-Instrumenten gegensteuern. Angesichts der seit 2025 bestehenden Komplexität des globalen monetären Umfelds, des moderaten Anstiegs der inländischen Inflationsdaten und der relativen Stabilität des Wechselkurses bietet der Zentralbank ein angemessener Spielraum, den Leitzins bei 1,40 % zu halten. Sollte der Marktzins in Zukunft weiterhin vom Leitzins abweichen, ist nicht auszuschließen, dass die Zentralbank das temporäre Operationsfenster von 16:00 bis 16:20 Uhr nutzt, um eine gegenläufige Anpassung vorzunehmen und die Liquidität gezielt auf die Realwirtschaft auszurichten.