Bedeutende Institutionelle Beteiligungen an Hyperliquid-ETFs
Mehrere große Finanzinstitute, darunter UBS, Bank of Montreal (BMO) und der Handelsakteur Jane Street, haben wesentliche Positionen in den in den USA gelisteten Hyperliquid-ETFs aufgebaut. Die Analyse der 13F-Berichte für das erste Quartal zeigt ein deutliches Wachstum bei institutionellen Engagements in diesen neuen Krypto-ETF-Produkten.
Wealth High Governance Asset Management hält mit rund 632.614 Anteilen des 21Shares HYPE-Fonds zum Ende Juni etwa 23,95 Millionen US-Dollar – und damit mehr als UBS, BMO und Ping An Securities zusammen. OLP Capital Management aus Montreal verwaltet Positionen im Wert von 10,5 Millionen US-Dollar. UBS liegt mit rund 7,5 Millionen US-Dollar auf Platz drei, gefolgt von BMO und Jane Street mit circa 6,7 beziehungsweise 4,4 Millionen US-Dollar.
Zusätzlich engagieren sich Discovery Capital, Brevan Howard, Balyasny und Boothbay in diesen ETFs. Kleinere Beteiligungen stammen vom Royal Bank of Canada und Tower Research Capital mit schätzungsweise 22.000 beziehungsweise 1.100 US-Dollar. Zusammengenommen halten die fünf größten institutionellen Investoren 70,8 % der gemeldeten ETF-Anlagen, was fast 53 Millionen der insgesamt 74,9 Millionen US-Dollar entspricht.
Berichtsrahmen und Marktkontext
Quartalsberichte geben den Stand der Anlagen jeweils zum Berichtszeitpunkt wieder und reflektieren keine Folgetransaktionen. Außerdem können Bankpositionen auch Kundenvermögen einschließen, während Handelsfirmen gegenläufige Absicherungspositionen halten können. Die Meldepflicht nach SEC Rule 13F gilt für Institutionen mit über 100 Millionen USD verwaltetem Vermögen, weshalb nicht alle Investoren abgedeckt sind.
Der ETF-Anbieter 21Shares hat am 12. Mai den ersten Hyperliquid-Fonds (THYP) auf den Markt gebracht. Kurz darauf folgte Bitwise mit BHYP am 15. Mai, und Grayscale lancierte HYPG am 3. Juni. Diese ETFs funktionieren ähnlich wie traditionelle Aktienfonds und ermöglichen Anlegern einfachen Zugang zum nativen Token HYPE der Hyperliquid-Plattform über reguläre Brokerkonten.
Laut Daten von SoSoValue erreichten diese drei ETFs bis zum 4. September Nettozuflüsse von rund 357 Millionen US-Dollar, während das verwaltete Vermögen insgesamt auf etwa 481 Millionen US-Dollar anstieg. Bemerkenswert ist der Zufluss von 10,52 Millionen US-Dollar allein in den Bitwise-BHYP-ETF am 4. September.
Regulatorische Rahmenbedingungen und Plattformstruktur
Hyperliquid agiert als dezentrale Börse für unbefristete Terminkontrakte auf einer eigenständigen Blockchain und bietet flexible Handelsinstrumente ohne Verfallsdatum. Derzeit ist der Zugang für US-Kunden eingeschränkt, obwohl frühere US-Regierungen unter der Trump-Administration Anzeichen zeigten, Hyperliquid-Produkte in den US-Markt zu integrieren.
Das Unternehmen Payward, Muttergesellschaft von Kraken, arbeitet mit der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammen, um regulierte Bitnomial-Perpetual-Futures auf Basis von Hyperliquid-Assets auf den US-Markt zu bringen. Die konkretisierte Umsetzung dieser regulierten Produkte steht jedoch noch aus.
Insgesamt zeigen die signifikanten institutionellen Investitionen in Hyperliquid-ETFs eine wachsende Akzeptanz dieser innovativen Krypto-Produkte. Die weitere regulatorische Entwicklung wird entscheidend sein, um den Marktzugriff und die Nutzbarkeit solcher Fonds in den USA und international auszubauen.