Bitcoin unter Druck unter 80.000 USD
Am Dienstag fiel Bitcoin zeitweise unter 78.800 USD und verzeichnete damit einen Tagesverlust von über 1 %. Trotz dieses Rückgangs bleibt das Wochenergebnis leicht im Plus. Nach den Hochs im August gelingt es Bitcoin nun schon seit zwei Wochen nicht, das Niveau von 80.000 USD zurückzuerobern.
Zcash zeigt stärksten Tagesverlust, bleibt aber Wochenbester
Unter den großen Kryptowährungen registrierte Zcash den größten Tagesrückgang von fast 5 % auf rund 1.125 USD. Trotz dieses Einbruchs weist die Kryptowährung eine starke Wochenperformance von etwa 33 % auf und ist damit der Spitzenreiter unter den Large-Cap-Coins. Der Token HYPE von Hyperliquid sank um mehr als 3 % auf knapp 84 USD, während Solana über 2 % verlor und sich etwa bei 103 USD einpendelte. Beide Kryptowährungen gaben die in der Vorwoche erzielten Gewinne komplett ab.
Ethereum verlor rund 1 % und fiel unter die Marke von 2.482 USD. Ripple’s XRP gab bis auf 1,39 USD nach, während Tron mit etwa 33 Cent stabil blieb. Dogecoin und Binance Coin verbuchten leichte Rückgänge von unter 1 %, konnten jedoch im Wochenvergleich weiterhin Zuwächse von rund 9 % beziehungsweise 7 % verzeichnen.
Steigende US-Anleiherenditen belasten – starker Arbeitsmarktbericht befeuert Zinserwartungen
Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen verharrte nahe 4,8 %, angetrieben von den robusten Beschäftigungszahlen im August: 162.000 neue Stellen im Vergleich zu erwarteten 53.000. Dies erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der nächsten Federal-Reserve-Sitzung auf rund 60 %. Zu Jahresbeginn waren solche Erwartungen deutlich geringer ausgeprägt.
Der US-Dollar-Index fiel zum zweiten Handelstag in Folge unter die Marke von 99 Punkten. Die Aussicht auf straffere geldpolitische Maßnahmen durch die Bank of Japan stärkte den Yen. Gleichzeitig stieg der Goldpreis über die Marke von 1.430 USD pro Feinunze.
Ölpreise stabilisieren sich – regionale Entspannung im Nahen Osten
Brent-Rohöl blieb über 97 USD pro Barrel und erreichte den höchsten Stand seit sechs Wochen. Fortschritte bei einer iranisch-omanischen Vereinbarung zur Überwachung der Schifffahrt in der Straße von Hormus haben jüngste maritime und militärische Spannungen in der Region etwas entschärft. Die erhöhten Ölpreise sorgen für zusätzliche Unsicherheit vor den anstehenden US-Inflationsdaten.
Im asiatisch-pazifischen Raum zeigten sich am Montag unterschiedliche Marktbewegungen: Südkoreas KOSPI stieg um fast 5 % auf den höchsten Stand seit Ende Juli, Japans Nikkei profitierte von der Nachfrage nach KI-Chips und kletterte um über 2 %, während Hongkongs Hang-Seng-Index um knapp 1 % nachgab.
Optionenmarktsignal und bevorstehende Inflationsdaten im Blick
Yusuf Fakhro, Partner bei ARP Digital, bemerkte: „Langfristige Investoren haben zum Monatsende August vermehrt zu Nettokäufen gegriffen, was auf eine abnehmende Bärenstimmung hinweist.“
Die Veröffentlichung der Produzenten- und Verbraucherpreisindizes für August wird diese Woche im Fokus stehen. Bleibt die Kerninflation hoch, könnten die Markterwartungen für eine Zinserhöhung auf rund zwei Drittel steigen, was Bitcoin womöglich an seiner Unterstützungszone von etwa 77.000 USD testen könnte.
Die Kryptowährungsmärkte bewegen sich weiterhin volatil zwischen wechselnden Erwartungen an die Fed-Geldpolitik und aktuellen Wirtschaftsdaten. Die kommenden Inflationszahlen werden entscheidenden Einfluss auf die kurzfristige Kursentwicklung haben.