Boise Cascade hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres den Umsatz im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar gesteigert und die Markterwartungen um 42,08 Millionen US-Dollar übertroffen. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,04 US-Dollar jedoch 0,10 US-Dollar unter den Prognosen. Zugleich gingen die US-Baubeginne zurück – ein wichtiger Nachfrageindikator für den Holzprodukte- und Baustoffanbieter.
Umsatzplus trotz rückläufiger Baubeginne
CEO und Verwaltungsratsmitglied Jeff Strom sagte in der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen am 3. November 2026, dass die Zahl der Baubeginne in den USA im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent gesunken sei. Bei Einfamilienhäusern betrug der Rückgang 2 Prozent. Boise Cascades Konzernumsatz legte im selben Zeitraum auf 1,8 Milliarden US-Dollar zu.
Damit lagen die Erlöse über den Erwartungen, während der Gewinn je Aktie die Prognosen verfehlte. Eine konkrete Zahl zum Nettogewinn ist in den verfügbaren Angaben nicht enthalten.
Der Wohnungsbau ist eine wichtige Nachfragequelle für Baustoffe. Dass die Baubeginne sanken, während Boise Cascade den Umsatz steigerte, macht die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen relevant. Die verfügbaren Unterlagen zur Telefonkonferenz enthalten jedoch keine Angaben zu Segmentumsätzen, Margen oder den Gründen für das Wachstum. Welche Produkte oder Märkte den Umsatzanstieg getragen haben, lässt sich daher nicht feststellen.
Telefonkonferenz liefert nur begrenzte Einblicke
Die Telefonkonferenz wurde von Chris Forrey, Senior Vice President für Finanzen und Investor Relations, geleitet. Aufseiten des Managements nahmen außerdem Finanzvorstand Kelly Hibbs, Joanna Barney, verantwortlich für den Baustoffvertrieb, sowie Troy Little, Leiter des Geschäftsbereichs Holzprodukte, teil.
Zu Beginn wies Forrey darauf hin, dass die Unternehmensunterlagen zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Zudem umfasst der Anhang der Präsentation Überleitungen vom Nettogewinn nach GAAP zum EBITDA sowie vom Segmentergebnis zum Segment-EBITDA.
Das verfügbare Transkript endet, nachdem Strom mit seinen Ausführungen zu den Quartalsergebnissen begonnen hat. Weitere Stellungnahmen des Managements und eine Fragerunde mit Analysten sind nicht enthalten. Damit fehlen Informationen zu den Ursachen der Entwicklung, zur Leistung der einzelnen Geschäftsbereiche und zu den Erwartungen des Unternehmens.