Spiel der quartalsweisen Allokationsströme und importierten Inflation: Die Zinskurve des chinesischen Anleihenmarktes zeigt eine bullische Steilheitserhöhung.
Am Montag zeigte der chinesische Anleihenmarkt ein einzigartiges "Inflationsimmunitäts"-Merkmal. Während die globalen Energiepreise aufgrund der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran stark schwankten, sanken die Renditen auf dem heimischen Anleihenmarkt, insbesondere die kurzfristigen Zinsen, was zu einer deutlichen bullischen Steilheit der Zinskurve am Quartalsende führte. Bis zum Mittagsschluss lagen die Kursgewinne der Futures auf Staatsanleihen mit Laufzeiten von 2, 5 und 10 Jahren zwischen 0,04 % und 0,08 %, wobei das langfristige 30-jährige Kontrakt besser abschnitt.
Übertragung in der Wertschöpfungskette: Preisfindungslogik für chinesische Anleihen bei hohen Ölpreisen
Aus der Perspektive der Übertragung in der Wertschöpfungskette beeinflussen hohe Ölpreise über importierte Kanäle das heimische Preisniveau, jedoch nimmt deren Marginalwirkung auf den Anleihenmarkt ab. Das festverzinsliche Team von Caitong Securities weist darauf hin, dass der aktuelle Anleihenmarkt den "Ölinflation" bereits relativ ausreichend eingepreist hat. Hohe Ölpreise werden einerseits durch den PPI an den CPI weitergegeben, andererseits könnten sie die Gewinnmargen der nachgelagerten Fertigungsindustrie einschränken und somit die langfristige Gesamtnachfrage weiter schwächen. Diese Logik des "kurzfristig negativ, langfristig positiv" führt dazu, dass Investoren bei einem Ölpreis von 115 Dollar nicht blind Anleihen verkaufen, sondern vielmehr auf die anhaltende Schwäche der inländischen fundamentalen Nachfrage achten.
Wettbewerbsumfeld: Institutionelle Allokationskräfte und Quartalsendeffekte
Im Laufe der März-Ende tritt der Allokationswettbewerb zwischen Bankvermögen und Versicherungsinstitutionen in eine heiße Phase. Die unerwartet lockere Liquiditätslage zum Quartalsende bietet ein günstiges Umfeld für Hebelcarry-Strategien. Daten zeigen, dass die Rendite 1-jähriger Staatsanleihen auf 1,20 % gesunken ist, was das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage bei kurzfristigen Produkten widerspiegelt, bedingt durch den Rückfluss von Vermögensfonds und den Ansturm auf nicht-bankenbasierte Institutionen. Diese konzentrierte Explosivität der Allokationskräfte unterdrückt vorübergehend den externen Druck auf Wechselkurse, verursacht durch reduzierte Zinssenkungserwartungen der Fed. Marktinstitutionen erwarten allgemein, dass mit der Klärung des Emissionsplans spezieller Staatsanleihen im zweiten Quartal der langfristige Anleihenmarkt in eine Margenkompressionsphase eintritt und die Renditeziele der 30-jährigen Staatsanleihen auf 2,20 % steigen könnten.