HIVE meldet Tagesumsatz von mehr als 1 Million US-Dollar, GPU-Clouds tragen 10 % bei
HIVE Digital Technologies veröffentlicht vorläufige Zahlen für den Zeitraum vom 21. August bis 10. September 2026 und berichtet von einem konsolidierten Tagesumsatz von über 1 Million US-Dollar. Die Haupteinnahmequelle bleibt das Bitcoin-Mining mit einem Anteil von mehr als 90 % am Gesamtumsatz. Die GPU-basierten Cloud-Services tragen rund 10 % bei, was etwa 100.000 US-Dollar pro Tag entspricht. Diese Angaben sind die ersten konkreten Zahlen zum Umsatzanteil aus KI-bezogenen Geschäftsbereichen im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens auf KI-Infrastruktur.
Bitcoin-Mining als dominierender Umsatztreiber
Im genannten Zeitraum erzeugte HIVE durchschnittlich etwa 12 neue Bitcoins pro Tag, was rund 2 % der globalen Bitcoin-Produktion ausmacht. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Umsatzangaben vorläufig, unverifiziert und intern berechnet sind. Sie können durch Schwankungen des Bitcoin-Kurses, der Mining-Schwierigkeit und der operativen Performance beeinflusst werden. Der Bitcoin-Preis bewegte sich zuletzt um etwa 76.820 US-Dollar, ein wichtiger Einflussfaktor für die Einnahmen aus dem Mining.
GPU-Cloud-Verträge mit über 600 Millionen US-Dollar Volumen, Umsätze noch begrenzt
HIVE gibt an, dass der Gesamtwert der vertraglich gesicherten GPU-Cloud-Services über 600 Millionen US-Dollar für das laufende Jahr übersteigt. Dies umfasst sowohl bindende Kundenverträge als auch Absichtserklärungen. Das Unternehmen betont jedoch, dass diese Summe noch nicht vollständig als Umsatz realisiert wurde und keine Garantie für künftige Erlöse darstellt. In der Vergangenheit wurde unter anderem ein 350-Millionen-US-Dollar-Vertrag für AI-Cloud-Dienste sowie ein 185-Millionen-US-Dollar-Investitionsplan für GPU-Infrastruktur kommuniziert. Die aktuellen Umsätze spiegeln eine erste Monetarisierung dieses Geschäftssegments wider, während viele Aufträge noch auf Erfüllung warten.
Umwandlung der Mining-Anlagen in HPC-Zentren noch im Gange
Der Anteil der GPU-Cloud-Erlöse am globalen Umsatz von HIVE lag im August unter 5 %. Das Unternehmen plant, die konventionellen Bitcoin-Mining-Anlagen an ausgewählten Standorten schrittweise stillzulegen und diese in Hochleistungsrechenzentren (High-Performance Computing, HPC) umzuwandeln, um KI- und datenintensive Anwendungen zu unterstützen. Dieser Prozess ist jedoch noch nicht abgeschlossen und mit Unsicherheiten verbunden. Das Management betont, dass der genaue Zeitplan und Umfang des Rückbaus der Mining-Aktivitäten von der weiteren Entwicklung der Märkte abhängt.
Duale Strategie: Mining sichert Cashflow, KI-Clouds sorgen für Wachstumspotenzial
Derzeit verfolgt HIVE eine zweigleisige Strategie, bei der die Umsätze aus dem AI-Cloud-Geschäft zwar ansteigen, aber noch einen kleineren Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, während das Bitcoin-Mining die finanzielle Stabilität gewährleistet. Analysten und Investoren beobachten genau, ob HIVE den Cashflow aus dem Mining weiter aufrechterhalten kann, während gleichzeitig die GPU-Cloud-Dienste mithilfe der bestehenden Verträge und Infrastruktur signifikant wachsen. Eine erfolgreiche Umsetzung der Strategie könnte die Umsatzstruktur des Unternehmens nachhaltig verändern und den Ausbau der KI-fokussierten Rechenzentren vorantreiben.