Die Eskalation der Lage im Nahen Osten erhöht die Energie-Risikoaufschläge. Am 2. März stieg der ICE-Brent-Rohölpreis kurzzeitig um fast 13%, gab jedoch anschließend einen Teil der Gewinne wieder ab; WTI-Rohöl erreichte während des Handels über 75 USD/Barrel, bevor es volatil zurückfiel. Angetrieben durch den internationalen Markt stiegen die Aktien der A-Aktien im Öl- und Gassektor stark an, wobei der Öl- und Gasfördersektor am Mittag um mehr als 8% zulegte.
Die "drei großen Ölkonzerne" - PetroChina, CNOOC und Sinopec - erreichten kollektiv das Limit. Fast 20 Öl- und Gasaktien im Gesamtmarkt wurden eingefroren. Edelmetall-, Kohle- und Hafen-Shipping-Sektoren waren relativ aktiv. Auf Indexebene stieg der Shanghai Composite Index um 0,47%, während der Shenzhen Component Index und der ChiNext Index leicht zurückgingen; mehr als 4200 Aktien fielen, was auf eine deutliche strukturelle Divergenz hinweist.
Marktanalysten sagen, dass der Kern des Anstiegs auf eine Erhöhung der geopolitischen Risikoaufschläge und die Erwartungen an Störungen der Versorgung zurückzuführen ist. Kurzfristiges Kapital wendet sich im Kontext von rückläufiger Risikobereitschaft den Ressourcen- und Verteidigungssektoren zu, was zu einem "Seesaw-Effekt" führt.
Öl-Fonds-Aufschläge steigen, Risiko-Warnungen vermehrt veröffentlicht
Die Handelsstimmung am Sekundärmarkt hat sich deutlich erhitzt. Wind-Daten zeigen, dass bis zu 20 börsennotierte Fonds an einem Tag um mehr als 9% gestiegen sind, darunter 12 mit oberem Limit, von denen 11 Öl- und Gasfonds sind.
Mehrere Fondsgesellschaften haben Warnungen zu Aufschlagrisiken herausgegeben. E-Fund, Southern Fund und Harvest Fund erklärten nacheinander, dass die Marktpreise ihrer Rohöl-LOF-Fonds deutlich über dem Nettoinventarwert der Fondsanteile liegen, was ein erhebliches Aufschlagrisiko darstellt.
Zum Mittagsschluss berechnet, überstiegen die Prämienraten von Huaxia S&P Oil, Southern Oil und E-Fund Oil jeweils 26%. Da die Zeichnung und regelmäßige Investition ausgesetzt wurden, können Investoren nur über den Handel innerhalb des Marktes teilnehmen. Wenn die geopolitische Stimmung abebbt, könnte die Aufschlagskompression mit einer Anpassung des Nettoinventarwerts einhergehen und einen doppelten Abwärtsdruck erzeugen.
Personen, die den Aufsichtsbehörden nahestehen, sagten, dass die Fondsgesellschaften ihre Risiko-Warnungen verstärkt haben, um Liquiditätsaufschlagsfehlanpassungen zu verhindern, die durch kurzfristige irrationale Käufe nach oben verursacht werden.
Kurzfristige geostrategische Antriebe, langfristiges Angebot-Nachfrage-Gefecht
Institutionen sind allgemein der Ansicht, dass die aktuellen Ölpreise in eine von geopolitischen Einflüssen beherrschte Hochvolatilitätsphase eingetreten sind. China International Capital Corporation bemerkte, dass während einer Aufwärtsphase der Risikoaufschläge der Öl- und Petrochemiesektor, Rüstungs- und Nichteisenmetalle möglicherweise vorübergehende Überrenditen erzielen könnten, aber historische Erfahrungen zeigen, dass solche Leistungen meist vorübergehend sind.
Guotai Junan Securities erwartet, dass die Ölpreisvolatilität in den nächsten Monaten hoch bleiben wird. CICC Futures glaubt, dass ein Überangebot nach wie vor das Basisszenario ist, und falls sich die Sorgen um das iranische Angebot als unbegründet erweisen oder OPEC+ die Produktion unerwartet erhöht, könnten die Ölpreise korrigieren.
Auf fundamentaler Ebene übersteigt das globale Angebot weiterhin die Nachfrage. Die Produktion in Nicht-OPEC+-Ländern behält ihre Widerstandsfähigkeit. Guotai Junan Securities berechnete, dass die Grenzkosten für Schieferöl in den USA etwa 65 USD/Barrel betragen, was eine Kostenschwelle für die Preise darstellt. Wenn der Brent-Preis im mittleren bis hohen Bereich bleibt, könnte sich die Rentabilität der Upstream-Unternehmen marginal verbessern.
Zyklus-Wendepunkte und Erwartungen einer Bewertungsanpassung
Einige Institutionen betrachten die aktuelle Situation als entscheidenden Punkt im industriellen Zyklus. Wanjia Fund glaubt, dass die globalen Investitionen in Rohölkapital seit mehreren Jahren auf einem niedrigen Niveau verharren, was die Angebotselastizität verringert. Sollte die Nachfrage ihren Tiefpunkt erreichen und sich erholen, könnte es Spielraum für einen Anstieg des Preisniveaus geben.
Aus Bewertungssicht befinden sich die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse (P/E) der "drei großen Ölkonzerne" nach wie vor im unteren Bereich ihrer historischen Bandbreite. Sollte der Preis-Mittelwert ansteigen und sich halten, wird eine Verbesserung der Cashflows die Bewertungsanpassung vorantreiben. Allerdings weisen Analysten darauf hin, dass Anstiege, die durch geopolitische Treiber verursacht werden, oft mit hoher Volatilität einhergehen, und der Handelsrhythmus muss dynamisch an die Veränderungen im Risikoaufschlag angepasst werden.
Zwischen fundamentalen Angebots-Nachfrage-Bedingungen und geopolitischen Risiken preist der Markt den Ölpreis-Pfad neu ein. Kurzfristige Emotionen bestimmen die Preiselastizität, während sich das langfristige Gleichgewicht auf Bestände, Produktion und Nachfrage konzentriert. Die hohen Prämien der Rohölfonds weisen darauf hin, dass Anleger die Abweichungen zwischen Preis und Nettoinventarwert im Auge behalten sollten.