- Trump erklärte, dass Chinas Führer Xi ihm versichert habe, dass China keine Waffen an den Iran geliefert habe und dass China mit der "dauerhaften Öffnung" der Straße von Hormus durch die USA zufrieden sei.
- Bisher hat das Weiße Haus jedoch keine genaueren Details zur "dauerhaften Öffnung" mitgeteilt; Reuters weist darauf hin, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt ist und das Verkehrsvolumen weit unter dem Vorkriegsniveau liegt.
- Das chinesische Außenministerium kritisierte am Tag zuvor öffentlich das Blockadevorhaben der USA als "gefährlich und unverantwortlich" und bestritt, dass China dem Iran militärische Unterstützung gewährt habe.
Trump sendet Kooperationssignale, jedoch noch keine offizielle Kursänderung
In einem Interview mit Fox Business am 15. April erklärte Trump, er habe einen Brief an Chinas Führer Xi gesendet und China gebeten, keine Waffen an den Iran zu liefern, woraufhin Xi zurückschrieb, dass China dies nicht getan habe. Anschließend erklärte Trump auf Truth Social, er öffne die Straße von Hormus "dauerhaft", was China sehr freue, und dass dies nicht nur China, sondern der ganzen Welt zugutekomme. Reuters stellte fest, dass das Weiße Haus nicht sofort auf die Bedeutung dieser Äußerungen in Bezug auf die Politik reagierte.
Trump erklärte zudem, dass er während seines Besuchs in China in wenigen Wochen von Chinas Führern herzlich willkommen geheißen werde und beschrieb in seinem typischen Stil, dass beide Seiten "weise und gut" zusammenarbeiten würden. Diese Aussagen senden durchaus Signale der Entspannung, bleiben jedoch vorerst Trumps persönliche politische Erzählung, und es gibt keine neuen offiziellen Vereinbarungen, gemeinsamen Erklärungen oder konkreten Sicherheitspläne, die von beiden Seiten veröffentlicht wurden.
Peking bleibt in seiner offiziellen Haltung vorsichtig, mit kritischem Unterton
Betrachtet man die bereits veröffentlichten offiziellen Äußerungen der chinesischen Seite, ist der Ton wesentlich zurückhaltender als der von Trump. Das chinesische Außenministerium erklärte am 14. April, dass die verstärkte militärische Präsenz und die gezielte Blockade seitens der USA während eines noch wirksamen Waffenstillstands die Konfrontation verschärfen, die Spannungen erhöhen, den fragilen Waffenstillstand untergraben und die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus gefährden würden. Diese Maßnahme wurde als "gefährlich und unverantwortlich" bezeichnet. Die chinesische Seite rief alle beteiligten Parteien dazu auf, den Waffenstillstand zu wahren und die Konflikte auf politischem und diplomatischem Weg zu lösen, um die normale Durchfahrt durch die Straße von Hormus schnellstmöglich wiederherzustellen.
Bezüglich der Anschuldigungen, China würde den Iran militärisch unterstützen, war auch die offizielle chinesische Position eine Ablehnung. Am 14. April erklärte das chinesische Außenministerium, dass China den Export militärischer Güter rechtmäßig, regelkonform und verantwortungsbewusst verwalte und die betreffenden Medienberichte als "völlig erfunden" bezeichnete. Dies bedeutet, dass Trumps Aussage, "China stimme zu, keine Waffen mehr an den Iran zu liefern", aus chinesischer Sicht eher einer "Ablehnung einer früheren Waffenlieferung" entspricht, anstatt einem Eingeständnis früherer Lieferungen, die jetzt eingestellt würden. Die beiden Narrative unterscheiden sich stark in der diplomatischen Bedeutung.