
Am Dienstag während der asiatischen Sitzung fielen die meisten asiatischen Währungen, da der Markt zwischen steigenden Ölpreisen, Unsicherheiten in der Handelspolitik und politischen Risiken in den USA abwog. Der US-Dollar-Index stieg nach einem leichten Rückgang am Vortag um etwa 0,1 % und die US-Dollar-Index-Futures stiegen synchron an (Stand 03:36 Uhr GMT).
Ölpreisanstieg und Zollerklärungen verstärken regionalen Druck
Einer der Kernfaktoren, der das Sentiment schwächt, sind die Energiepreise. Der Markt befürchtet, dass die internen Unruhen im Iran die Versorgung stören könnten, was die Ölpreise stark hält. Gleichzeitig gab Trump an, dass er auf Waren aus Ländern, die Geschäfte mit dem Iran tätigen, 25 % Zölle erheben würde, aber bisher keine Details zu Umfang und Zeitplan gegeben hat, was den Risikoappetit weiter belastet.
MUFG erwähnt in einem Bericht, dass der jüngste Anstieg der Ölpreise eine Belastung für asiatische Währungen darstellen könnte und hebt hervor, dass neben China auch die Türkei, die VAE sowie in gewissem Maße Russland, Indien und der Iran Handelsverbindungen haben, wobei diesbezügliche Unsicherheiten leicht durch Energie- und Handelskanäle auf den Devisenmarkt übertragen werden können.
Yen führt den Abwärtstrend an, Won setzt Schwäche fort
Am Markt gehörte der Yen zu den schwächsten Währungen: USD/JPY stieg auf etwa 158,76, ein neues Hoch seit Januar 2025 (entspricht einem Jahrestief des Yens). Auch der Won stand unter Druck, USD/KRW stieg um etwa 0,4 % und setzte den mehrtägigen Aufwärtstrend fort.
Bei anderen Währungen stieg der USD/INR leicht an, während der Singapur-Dollar weitgehend stabil blieb; der Onshore-Renminbi schwankte nur geringfügig, während der Offshore-Renminbi leicht schwächer tendierte; der australische Dollar bewegte sich weitgehend seitwärts.
Unabhängigkeit der Fed erneut im Fokus, Markt wechselt in „Beobachtungsmodus“
Neben geopolitischen und handelspolitischen Hinweisen nimmt auch die Diskussion über die Unabhängigkeit der Fed zu. Berichten zufolge hat die Trump-Administration ein Strafverfahren in Bezug auf die Aussagen von Powell und das Renovierungsprojekt der Fed-Zentrale eingeleitet, was zusätzliche Besorgnis über die politischen Rahmenbedingungen aufwirft; Powell betonte, dass Entscheidungen weiterhin von Wirtschaftsdaten und dem Mandat der Zentralbank getrieben werden. ING merkt an, dass der aktuelle Markt eher in einem Beobachtungsmodus ist und die tatsächlichen Auswirkungen dieser Ereignisse bewertet.
Vor diesem Hintergrund ist es asiatischen Währungen schwer gefallen, nachhaltige Unterstützung zu finden, selbst nachdem der Dollar zuvor geschwächt wurde; Händler werden nun mehr Augenmerk auf die anstehenden US-Wirtschaftsdaten und die Erklärungen der Fed richten, um die Zinserwartungen neu kalibrieren zu können.
