
Politische Entscheidung: Zinsen bleiben unverändert, "Stabilität" wird zur Leitlinie
Die Europäische Zentralbank entschied auf ihrer Sitzung am 5. Februar 2026, die drei wichtigsten Zinssätze unverändert zu lassen, womit der Ansatz "erst beobachten, dann handeln" fortgesetzt wird. Die offizielle Erklärung betont, dass die Inflation mittelfristig voraussichtlich nahe dem 2%-Ziel stabil bleiben wird und die Wirtschaft trotz eines komplexen externen Umfelds widerstandsfähig ist.
Hintergrunddaten: Rückläufige Inflation und wirtschaftliches Wachstum bieten Raum für "Abwarten"
Der neueste Inflationsbericht zeigt, dass die Inflationsprognose für den Euroraum im Januar 2026 bei 1,7% liegt, was niedriger als der vorherige Wert ist; die Schätzung des BIP-Berichts weist darauf hin, dass das BIP-Wachstum für das gesamte Jahr 2025 im Euroraum rund 1,5% beträgt, was besser als im Vorjahr und über den Prognosen einiger Institutionen liegt.
In einer Kombination von "niedriger Inflation, nicht schlechtem Wachstum" bleibt die Politik auf dem aktuellen Niveau, was den Markt nicht überrascht.
Risikovariablen: Starker Euro senkt Importkosten, Inflation könnte weiter "gedämpft" werden
Ein Schwerpunkt innerhalb der Europäischen Zentralbank verlagert sich von "sind die Zinsen restriktiv genug" zu "könnte der Wechselkurs die Inflation weiter senken". Ein stärkerer Euro gegenüber dem US-Dollar senkt die Importpreise (insbesondere für Energie), was bei einer bereits nahe dem Ziel schwankenden Inflation diese Diskussion in eine neue Richtung lenken kann.
Perspektive der Institutionen: Deutsche Bank listet drei Auslöser auf, Zinssenkungen sind "nicht völlig ausgeschlossen"
Die Ökonomen der Deutschen Bank gehen in ihrem Kundenbericht davon aus, dass die Zinsen 2026 wahrscheinlich unverändert bleiben; das Risiko tendiert jedoch zu "weiterer Lockerung", da die Inflation möglicherweise länger unter dem Ziel bleibt.
Sie meinen, dass wenn der Euro stark bleibt, das Wirtschaftswachstum im Euroraum schwächer wird und die Inflation weiter nachlässt, die Schwelle für eine erneute Diskussion über Zinssenkungen bei der Europäischen Zentralbank im Jahr niedriger werden könnte; gleichzeitig erhöhen geopolitische und externe Deflationsdruckfaktoren die Unsicherheit.
