Die Ölpreise erlebten am Mittwoch eine technische Korrektur, hauptsächlich aufgrund der Nachricht, dass der Irak seine Rohölexporte wieder aufgenommen hat, was die kurzfristigen Sorgen über eine Angebotsverknappung im Markt linderte.
Brent-Rohöl fiel auf 101,91 Dollar pro Barrel, liegt aber weiterhin über der Marke von 100 Dollar, was zeigt, dass sich der Markt derzeit in einem Hochpreiszyklus befindet. WTI-Rohöl fiel auf 93,46 Dollar pro Barrel, ein Rückgang von fast 3 %.
Veränderungen auf der Angebotsseite sind der Schlüsselantriebsfaktor. Das irakische Kirkuk-Ölfeld hat seine Exporte durch den türkischen Hafen Ceyhan wieder aufgenommen, in einer anfänglichen Größenordnung von etwa 100.000 Barrel täglich, und bietet dem Markt ein marginales Angebot.
Jedoch bleiben geopolitische Risiken die dominierende Variable. Die Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran bleiben bestehen und stellen eine potenzielle Bedrohung für die Sicherheit des Transports in der Straße von Hormus dar, was die globalen Rohölexporte einschränkt.
Auch die Lagerbestandsdaten setzen die Ölpreise unter Druck. Daten des API zeigen, dass die US-Rohölbestände unerwartet um 6,56 Millionen Barrel zugenommen haben, weit über den Markterwartungen von etwa 380.000 Barrel, was auf mögliche Anzeichen einer Nachfrageschwäche hindeutet.
Insgesamt befindet sich der Ölmarkt in einer Phase des „Wettbewerbs zwischen Angebotsverbesserungen und geopolitischen Risiken“, wobei kurzfristig eine hohe Volatilität bestehen bleibt.