Der erste Handelstag im April an den A-Aktien zeigte eine deutliche Erholung, was auf die gleichzeitige Verbesserung der globalen Risiko-Stimmung und die marginale Erholung der heimischen Wirtschaft zurückzuführen ist. Die Signale der USA und des Iran, den Nahostkonflikt möglicherweise zu beenden, haben die Sorgen der Anleger über Schocks in der Energieversorgung und die Zunahme globaler Sicherheitsrisiken verringert. Gleichzeitig kehrte der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im März in den Expansionsbereich zurück und bot dem Markt eine fundamentale Unterstützung. Diese beiden Kräfte zusammen ermöglichten es dem zuvor vorsichtigen A-Aktienmarkt, sich nach oben zu erholen.
Resonanz zwischen Risikoappetit und Makrodaten
Aus einer marktübergreifenden Logik betrachtet, wirkt sich die Abschwächung geostrategischer Risiken direkt auf den Risikoappetit aus, nicht jedoch auf die Gewinnerwartungen. Wenn der Markt glaubt, dass der Nahostkonflikt abkühlen könnte, profitieren in der Regel globale Aktienwerte zuerst, während sich die in Rohöl und sicheren Anlagen implizierten Risikoaufschläge verringern. Als ein aufstrebender Markt-Equity-Asset, das stark von der globalen Stimmung beeinflusst wird, erlebt der A-Aktienmarkt natürlich eine Bewertungsanpassung.
Der Anstieg am Mittwoch war jedoch nicht ausschließlich "extern getrieben". Der offiziell gemeldete Einkaufsmanagerindex (PMI) des heimischen verarbeitenden Gewerbes stieg auf 50,4 und beendete die zuvor zweimonatige Periode unterhalb der Schwelle, was den Markt auf die Möglichkeit von marginalen Verbesserungen in der Binnennachfrage, Produktion oder Auftragskette hoffen ließ. Es ist zu beachten, dass der globale PMI zwar im Expansionsbereich von 50,8 liegt, aber schwächer als erwartet ist, was bedeutet, dass die Erholung der chinesischen Wirtschaft weiterhin eher einer langsamen Erholung gleicht als einer schnellen Beschleunigung. Daher hat der Markt trotz eines allgemein positiven Trends noch keine starke Preis-Volumen-Bewegung entwickelt.
Cross-Asset-Implikationen
Die Auswirkungen dieser Erholung auf den A-Aktienmarkt zeigen sich in drei Hauptaspekten. Erstens neigt sich die Präferenz innerhalb des Aktienmarktes hin zu Wachstums- und Hochvolatilitätssektoren, wobei der STAR Market 50, der ChiNext und der Gaming-Index stärkere Anstiege verzeichnen als breitere Indizes, was darauf hinweist, dass Akteure eher bereit sind, an der Neubewertung von Risikoanlagen teilzunehmen. Zweitens, falls der Nahostkonflikt weiter nachlässt, wird die Sorge der globalen Märkte über Energiepreisschocks abnehmen, was zur Verbesserung der globalen Allokationsbereitschaft in asiatische Assets beitragen könnte. Drittens, wenn sich die inländischen Konjunkturdaten weiterhin verbessern, könnte der A-Aktienmarkt von einem "Stimmungsreparatur-Rallye" zu einem "fundamental gestützten Rallye" übergehen. Andernfalls, wenn die geopolitischen Risiken erneut auftreten oder die inländischen Daten weiterhin divergieren, könnte der Markt zu einem Zustand hoher Volatilität und thematischer Rotation zurückkehren.
Stage des Marktes
Der A-Aktienmarkt befindet sich derzeit eher in der "Frühphase der Erwartungsanpassung" als in der "mittleren Phase eines Trendmarktes". Diese Einschätzung basiert auf zwei Tatsachen: Erstens befindet sich das Volumen nach wie vor auf einem Jahrestief, was darauf hindeutet, dass das Marktvertrauen noch nicht vollständig zurückgekehrt ist. Zweitens gehen die meisten Analysten davon aus, dass der Markt weiterhin eine hohe Beobachtungshaltung einnimmt, solange die Lage im Nahen Osten nicht wirklich stabilisiert ist. Dies bedeutet, dass der Index kurzfristig zwar über Aufwärtsdynamik verfügt, aber dennoch leicht durch plötzliche Nachrichten gestört werden kann und Sektorrotation schneller erfolgt als die Ausbreitung des Trends.
Aus einer längeren Perspektive könnte, falls die geopolitischen Risiken weiter abklingen, sich die Konjunktur im heimischen verarbeitenden Gewerbe weiter verbessert und zusätzliches Kapital allmählich zurückfließt, der A-Aktienmarkt von der aktuellen strukturellen Reparatur zu einer breiteren Erholung des Risikoappetits entwickeln. Falls diese Bedingungen nicht gleichzeitig erfüllt werden, wird der Markt wahrscheinlich weiterhin positive Entwicklungen und Unsicherheiten in einem schwankenden, aber nicht linearen Betriebspfad verdauen.