Laut einem exklusiven Bericht der US-Nachrichtenseite Axios vom Abend des 4. März hat das venezolanische staatliche Bergbauunternehmen Minerven am Montag ein umfangreiches Goldabkommen unterzeichnet, um bis zu 1000 Kilogramm Gold auf den US-Markt zu verkaufen. Zwei mit der Transaktion vertraute Quellen enthüllten gegenüber Axios, dass der endgültige Goldanteil des Vertrags 98% beträgt.
Hintergrund der Transaktion und staatliche Förderung
Den Quellen zufolge verpflichtet das Abkommen Minerven dazu, dem Rohstoffhändler Trafigura 650 bis 1000 Kilogramm Goldbarren zu liefern. Trafigura wird das Gold gemäß einer separaten Vereinbarung mit der US-Regierung in Raffinerien in den USA transportieren.
Der US-Innenminister Doug Burgum traf am Mittwoch in Venezuela ein, um Gespräche über Öl- und Rohstoffmöglichkeiten zu führen und half bei der Vermittlung dieses Goldabkommens. Es ist das dritte Ressourcengewinnungsabkommen, das unter der Aufsicht der Trump-Regierung zustande kommt.
Auswirkungen auf Gold- und Ölmarkt
Derzeit liegt der Preis für ein Kilogramm reines Gold bei etwa 166.000 Dollar. Da die globale finanzielle Unsicherheit zunimmt und die Spannungen im Nahen Osten anhalten, steigt der Goldpreis. Parallel dazu sind die Ölpreise seit den militärischen Aktionen der USA und Israels gegen den Iran ebenfalls gestiegen.
Politische und öffentliche Reaktionen
Trump schrieb auf Truth Social: „Das Öl beginnt zu fließen, und der gezeigte Professionalismus und das Engagement zwischen den beiden Ländern sind ermutigend!“ Er lobte auch die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez. Rodríguez erklärte, dass sie nach ihrem Treffen mit Burgum eine Reform des nationalen Bergbaugesetzes vorantreiben wird.
Am 3. Januar stürzte die USA das Regime von Nicolas Maduro und übernahm die Kontrolle über wichtige Ressourcen Venezuelas, was Demokraten im Kongress und Liberale kritisierten und die Trump-Regierung imperialistischer und korrupter Praktiken beschuldigten. Eine mit Gold- und Ölgeschäften vertraute Quelle sagte jedoch, dass diese Abkommen für Venezuela vorteilhafter seien, da das Land Zugang zum US-Markt und damit zu einem stabilen Finanzsystem erhält. Die Ressourcenmittel würden direkt der venezolanischen Regierung und den Menschen zugutekommen und nicht mehr ins Ausland fließen.