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- Die USA und der Iran haben ein 60-tägiges Interimsabkommen geschlossen, das zu einer schrittweisen Erholung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus führt. Das maritime Informationsunternehmen Windward verzeichnete an einem Tag 21 Schiffe, die diese strategische Wasserstraße passierten, was darauf hindeutet, dass das Marktvertrauen beginnt, sich vorsichtig zu erholen.
- Hohe Frachtraten sind der Hauptfaktor, der Öltanker zur Rückkehr in das Konfliktgebiet bewegt. Derzeit sind die Tagescharterraten für sehr große Rohöltanker (VLCC) auf etwa 280.000 US-Dollar gestiegen, fast das Dreifache des Niveaus vor dem Ausbruch des Konflikts, was ausreicht, um die nach wie vor hohen Kosten für Kriegsrisikoversicherungen zu decken.
Die Erwartung einer Wiederaufnahme der Öllieferungen aus dem Nahen Osten übt weiterhin Druck auf den Energiemarkt aus. Der internationale Ölpreis ist in diesem Monat bisher um fast 16 % gefallen, und die Futures für West Texas Intermediate und Brent-Rohöl fielen am Dienstag erneut um 1 %.
Frachtkostenanstieg löst Neubewertung des Risikopremiums aus
Angetrieben durch die vorübergehende Entspannung der geopolitischen Lage zwischen den USA und dem Iran zeigen sich Anzeichen einer Erholung der Schifffahrtsaktivitäten in der Straße von Hormus, einem globalen Energieengpass. Aufgrund der vorherigen Konflikte, die zu einer massiven Flucht der Flotten führten, führte das vorübergehende Missverhältnis von Angebot und Nachfrage zu einem Anstieg der Tagescharterraten für sehr große Rohöltanker auf 280.000 US-Dollar. Diese signifikante Risikoprämie hat einige Schiffseigner erfolgreich dazu bewegt, in den Persischen Golf zurückzukehren. Marinedaten zeigen, dass nicht nur seit Monaten blockierte Schiffe zu verlassen beginnen, sondern auch neue Kapazitäten die globale Rohöllieferkette beschleunigt wieder verbinden. Da jedoch Zweifel an der langfristigen Stabilität des 60-tägigen Interimsabkommens bestehen, zeigt die aktuelle Erholung der Schifffahrt deutliche Anzeichen von Vorsicht.
Erwartungen an die Erholung der Lieferkette drücken die Energiepreise
Die Erwartung einer Rückkehr des Angebots übt direkten Druck auf die Rohölpreise aus. In den letzten Handelszyklen zeigten die Futures-Preise für West Texas Intermediate (WTI) und Brent-Rohöl eine synchronisierte Abwärtsbewegung und verzeichneten einen signifikanten Rückgang von fast 16 % im Monatsvergleich. Laut den von Kpler verfolgten Daten befinden sich derzeit noch etwa 1,62 voll beladene Öltanker in der Straße und den umliegenden Gewässern, die etwa 120 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte kontrollieren. Wenn dieser große Bestand mit der Wiederherstellung der Ordnung in der Wasserstraße freigesetzt wird, könnte dies die globale Rohölangebots- und Nachfragebilanz strukturell erschüttern, und viele Marktteilnehmer ziehen es vor, ihre Positionen zu reduzieren, um Risiken zu vermeiden, bevor die Unsicherheit beseitigt ist.
Kriegsversicherungsprämien und geopolitische Dynamik im ständigen Wettstreit
Obwohl hohe Frachtraten beträchtliche Erträge als Absicherung bieten, bleiben die hohen Transportkosten eine nicht zu vernachlässigende Einschränkung. Während der extremen Konfliktphase im ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Kriegsversicherungsprämien für einige Hochrisikoschiffe zeitweise auf bis zu 10 % des Warenwerts. Obwohl diese Prämien inzwischen von ihrem Höchststand um etwa die Hälfte gesunken sind, liegen sie im Vergleich zu den Basiswerten von 0,1 % bis 0,2 % vor dem Konflikt immer noch auf einem absolut hohen Niveau. Schifffahrtsanalysten weisen darauf hin, dass, wenn die nachfolgenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über tiefere Themen ins Stocken geraten, die Prämien jederzeit wieder ansteigen könnten, was die tatsächliche Wiederherstellung der Transportkapazität behindern würde.
Alternative Logistiknetzwerke beschleunigen geopolitische Entkopplung
Langfristig verändert die aktuelle geopolitische Erschütterung die Logistikstrategien der ölproduzierenden Länder im Nahen Osten tiefgreifend. Die Kernölproduzenten, angeführt von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, beschleunigen den Bau und die Erweiterung von Landpipelines, um die Abhängigkeit von der einzigen Wasserstraße der Straße von Hormus zu verringern. Forschungseinrichtungen schätzen, dass selbst wenn die Wasserstraße vollständig geöffnet wird, die Transportkapazität aufgrund der Stilllegung einiger Ölquellen und potenzieller Schäden an Einrichtungen kurzfristig nur auf 70 % des normalen Niveaus zurückkehren kann. Die Diversifizierung und Umstrukturierung der Lieferketten der Importländer und die Strategien der ölproduzierenden Länder zur Verringerung der Abhängigkeit von Engpässen werden langfristig tiefgreifende Auswirkungen auf die globale Energielogistik haben.