Die globalen Märkte erlebten am Freitag eine volatile Konsolidierung, bei der die Aktienmärkte leicht zurückprallten, während der Anleihemarkt nach einem starken Ausverkauf am Vortag unter Druck blieb. Dies ist auf eine Neubewertung der Inflations- und Zinspfadprognosen aufgrund des Nahost-Konflikts zurückzuführen.
Der europäische STOXX 600 Index stieg um etwa 0,4 %, wird jedoch voraussichtlich wöchentlich ein Minus verzeichnen. Die US-Aktienindex-Futures fielen, was auf eine weiterhin vorsichtige Marktstimmung hinweist.
Im Anleihemarkt blieben die Renditen auf hohem Niveau. Die Rendite zweijähriger deutscher Staatsanleihen stieg diesen Monat um mehr als 57 Basispunkte auf 2,58 %, während die zweijährige Rendite in Großbritannien auf 4,44 % kletterte, was einem monatlichen Anstieg von nahezu 92 Basispunkten entspricht.
Die Märkte bewerten den politischen Kurs neu. Händler erwarten, dass die US-Notenbank in diesem Jahr unverändert bleiben wird, während die Wetten auf Zinserhöhungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank zunehmen.
Die Energiepreise blieben hoch, und Brent-Rohöl näherte sich 110 Dollar pro Barrel, wodurch die Inflationserwartungen gestützt wurden. Der Dollar-Index stieg leicht an und auch die Edelmetalle erstarkten entsprechend.