Der starke Abverkauf an der Nasdaq griff auf den Kryptomarkt über. Ein Trader verlor bei acht aufeinanderfolgenden Liquidationen 201 Bitcoin im Wert von damals rund 15,6 Millionen US-Dollar. Binnen 24 Stunden wurden marktweit 209.826 Trader liquidiert; die Gesamtverluste erreichten 1,08 Milliarden US-Dollar. Besonders stark traf es gehebelte Long-Positionen, die auf steigende Kurse gesetzt hatten.
Acht Liquidationen kosten einen Trader 201 Bitcoin
Das Blockchain-Analyseunternehmen Lookonchain meldete, dass die Positionen des Traders während des zunehmenden Verkaufsdrucks achtmal nacheinander liquidiert wurden. Dabei ging nahezu das gesamte Konto verloren. Börsen schließen Positionen automatisch, wenn die hinterlegte Margin die Verluste nicht mehr deckt, um weiteres Risiko zu begrenzen.
Der Verlust wurde auf rund 15,6 Millionen US-Dollar beziffert. Die Abfolge zeigt, wie schnelle Kursbewegungen wiederholt Zwangsschließungen auslösen können und Tradern wenig Zeit lassen, ihre Positionen anzupassen. Angaben zum Einstiegskurs, zum eingesetzten Hebel oder zu den Kontodetails des Traders liegen nicht vor.
Kryptomarkt verzeichnet 1,08 Milliarden Dollar an Liquidationen
Daten von CoinGlass zufolge wurden in dem 24-Stunden-Zeitraum 209.826 Trader liquidiert. Das Volumen der Liquidationen belief sich insgesamt auf 1,08 Milliarden US-Dollar. Rund 88 Prozent entfielen auf Long-Positionen. Trader, die auf steigende Kurse gesetzt hatten, trugen damit den größeren Teil der Folgen des Ausverkaufs.
Bitcoin fiel zeitweise auf 75.572 US-Dollar. Marktdaten brachten den Rückgang am Kryptomarkt mit dem starken Abverkauf an der Nasdaq in Verbindung. Das macht deutlich, wie rasch Schwankungen bei traditionellen Risikoanlagen auf digitale Vermögenswerte übergreifen können. Angaben zum konkreten Nasdaq-Verlust oder zu einem quantifizierten Zusammenhang zwischen den Märkten wurden nicht gemacht.
Schnelle Kurswechsel erhöhen das Risiko für gehebelte Positionen
Liquidationen werden in der Regel ausgelöst, wenn die Margin eines Kontos unter die Anforderungen der Handelsplattform fällt. Bei einer abrupten Trendwende können Kursschwankungen die Buchverluste rasch vergrößern und automatische Schließungen nach sich ziehen. Werden viele Positionen bei ähnlichen Kursniveaus liquidiert, können sich die Verluste schnell summieren.
Der Vorfall ereignete sich in einem Markt, in dem auch Plattformen für gehebelten Handel wie Hyperliquid aktiv sind. Welche Plattform der Trader nutzte, ist jedoch nicht bestätigt; auch zu seinem Konto liegen keine weiteren Details vor. Bestätigt sind 201 liquidierte Bitcoin in acht Einzelereignissen. Die marktweiten Zahlen für 24 Stunden zeigen zugleich das Ausmaß der Verluste unter gehebelten Tradern während des Abverkaufs.