
Am Mittwoch (14. Januar) erholte sich Bitcoin während der asiatischen Session und stieg intraday um über 4 %, wobei der Preis wieder in die Nähe von 95.000 US-Dollar kletterte und ein Hoch der letzten zwei Monate erreichte. Die Marktstimmung schwankte zwischen „steigender makroökonomischer Unsicherheit“ und „Hebelwirkung auf Krypto-Derivate“, was zu einer deutlichen Volatilitätszunahme führte.
Marktsituation und Hebelwirkung: Anstieg begleitet von Platzen konzentrierter Positionen, Volatilität verstärkt
Investing.com zitiert CoinGlass-Daten und berichtet, dass der Kryptomarkt in den letzten 24 Stunden massive Liquidationen erlebte: Über 120.000 Personen wurden zwangsweise geschlossen, wobei der Liquidationsbetrag etwa 684 Millionen US-Dollar betrug. Händler sind sich weitgehend einig, dass der Preisanstieg zusammen mit dem Stop-Loss/Buy-Back der Bären sowie Kettenliquidationen von Hebel-Kontrakten ein wichtiger Treiber für den kurzfristigen Aufwärtsdruck war.
Katalysatoren: Powell unter strafrechtlicher Untersuchung, Unabhängigkeitsthema intensiviert sich
Nachrichten berichten, dass das US-Justizministerium eine strafrechtliche Untersuchung in Bezug auf Aussagen von Fed-Präsident Powell eingeleitet hat, was weiterhin hohe Wellen schlägt. Powell betonte in einer Erklärung auf der Fed-Website, dass die angeblichen strafrechtlichen Bedrohungen eine „beispiellose Handlung“ darstellen und dass er seine Pflicht weiterhin erfüllen und die Unabhängigkeit der Zentralbank verteidigen werde.
Vor diesem Hintergrund bringen einige Investoren die Erzählung von Bitcoin und anderen „knappen Assets“ erneut ins Spiel: Wenn traditionelle politische Erwartungen durch politisches Rauschen gestört werden, werden alternative Anlagen leichter zur Absicherung von Unsicherheiten herangezogen.
Worauf als nächstes zu achten ist: Politische Erklärungen und die „sekundäre Auswirkung“ der Risikostimmung
Kurzfristig wird der Markt weiterhin zwei Spuren im Auge behalten: Erstens, ob die weiteren Entwicklungen rund um die Powell-Untersuchung die Zinserwartungen und Risikobereitschaft weiter stören; zweitens, ob die Hebelwirkung bei Derivaten weiter anhäuft, wodurch der Markt empfindlicher auf Nachrichten reagieren könnte. Für Händler ist es in einer Phase erhöhter Volatilität besonders wichtig, auf das Positionsmanagement und Veränderungen in der Liquidität zu achten.
