Infolge der anhaltenden Eskalation des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie der Blockade der Straße von Hormus sucht die Japanische Erdölvereinigung nach neuen Quellen für Rohöllieferungen. Der Vorsitzende der Vereinigung, Shunichi Kito, erklärte, dass insbesondere der nordamerikanische Markt, einschließlich Ecuador, Kolumbien und Mexiko, als potenzielle Versorgungsoptionen in Betracht gezogen werden.
Unterbrechungen in der Versorgung und Alternativen
Kito betonte, dass die anhaltende Schließung der Straße von Hormus die Ölpreise auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen lassen hat und dazu geführt hat, dass Tanker in der Golfregion ihre Zielorte nicht rechtzeitig erreichen können. Um dieses Versorgungsdefizit zu beseitigen, suchen Ölkäufer weltweit, einschließlich Japan, nach alternativen Rohöllieferquellen, insbesondere im Hinblick auf Japans hohe Abhängigkeit von Öl aus dem Nahen Osten.
Diversifikation der Investitionen und Zusammenarbeit
Kito schlug vor, Japan solle in die Rohölproduktion in Alaska investieren, um die aktuellen Versorgungsengpässe zu umgehen. Gleichzeitig erwähnte Kito, dass Japan erwägen sollte, mehr Öl aus den USA zu lagern, um die Diversifikation der Versorgung zu erreichen. Der japanische Premierminister Sanna Takaichi erklärte bei ihrem letzten Besuch in den USA, dass beide Länder übereingekommen seien, die amerikanische Energieproduktion zu erhöhen.
Strategische Reserven und Maßnahmen
Derzeit stammen etwa 90 % des japanischen Öls aus Importen aus dem Nahen Osten. Kito erklärte, dass die Regierung angesichts der anhaltend verschärften Lage erwägen sollte, zusätzliche strategische Ölreserven freizugeben. Japan hat in der vergangenen Woche begonnen, seine Ölreserven zu nutzen, um die Versorgungskrise zu lindern.